Eltern mit einbeziehen

ALTSTÄTTEN. Am Montag lud der Verein Pro Bild zur HV ein. Heimleiter Daniel Schelling stellte das neue Konzept der Elternmitarbeit vor. Matthias Wunderle, Montlingen, wurde in den Vorstand gewählt.

Max Pflüger
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Präsident Hans Keel (rechts) und Heimleiter Daniel Schelling führten durch die Vereinsversammlung. (Bild: mp)

Präsident Hans Keel (rechts) und Heimleiter Daniel Schelling führten durch die Vereinsversammlung. (Bild: mp)

Speditiv führte Vereinspräsident Hans Keel durch die Traktanden. Einstimmig genehmigte die Versammlung die Jahresrechnung 2013/14 und das Budget für das kommende Vereinsjahr. Ohne Gegenstimme wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde ein zusätzliches Mitglied. Damit setzt sich der Vorstand wie folgt zusammen: Hans Keel, Präsident, Beatrix Müggler, Joe Brocker, Richard Dünser, Joggi Gamper, André Langenegger und Matthias Wunderle (neu).

Neue Möbel

Auf grosses Interesse stiess der Jahresbericht des Heimleiters Daniel Schelling. Traditionsgemäss erzählte er aus dem Heimleben und ging auf die Leistungen des Vereins ein. Er ermöglicht den Kindern Ausflüge und Lager sowie persönliche Geschenke an Geburtstag und Weihnachten. Er unterstützt sie bei der Finanzierung von Freizeitbeschäftigungen, Sport und Musikunterricht. Dieses Jahr bekamen die Jugendlichen zudem neue Möbel. Die strahlenden Augen der Kinder auf den Fotos danken den Vereinsmitgliedern ihre Grosszügigkeit. Dann informierte Schelling über das neue Konzept der Elternmitarbeit, das weit über das von der Gesetzgebung hinausgeht und zum Ziel hat, die Kinder möglichst schnell wieder in die Elternobhut zurückgeben zu können.

Elternmitarbeit: Drei Säulen

Die Elternmitarbeit wird von drei Säulen getragen: Die Eltern werden zum Beispiel über schulische Leistungen, persönliche Entwicklungsschritte oder allfällige Krankheiten informiert und bei allen wichtigen Entscheiden mit einbezogen. Dies ist heute in praktisch allen Heimen üblich. Die zweite Säule ist neu: Elternpräsenz. Die Eltern sind eingeladen, möglichst aktiv am Heimleben teilzunehmen, ihre Kinder zu besuchen und im Alltag zu begleiten. Der dritte Teil ist ein Coaching, das die Eltern auf der Suche nach neuen Verhaltensmöglichkeiten unterstützt und ihnen die Kompetenz vermittelt, ihre Kinder eigenständig zu betreuen. Vereinspräsident Hans Keel und Verwaltungsratspräsident Jean-Pierre Villommet dankten dem engagierten Heimleiter Daniel Schelling und dem Team für ihre Arbeit und ihre Initiative zum Wohle der Kinder. Nach den Vereinsgeschäften gab Joe Brocker einen reich bebilderten Einblick in die von ihm mitbegründete Hilfsaktion Al Faro, die nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen tätig wurde. Mit 60 000 Franken konnte diese die schwer getroffene Bevölkerung mit Reis unterstützen und in drei Monaten eine Schule und eine Kirche wieder aufbauen: Direkt und unbürokratisch kamen die gesammelten Spendengelder ohne administrative Unkosten zu 100 Prozent den Geschädigten zugute.