Elfter Platz zum Abschluss

Im zwölften und letzten Rennen der Supersport-WM verpasst Dominic Schmitter in Qatar knapp die Top 10. In der Gesamtwertung verbesserte sich der Altstätter auf den 13. Rang. Wie es nächste Saison weitergeht, ist ungewiss.

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Dominic Schmitter (Nummer 6) kämpft in der Nacht von Doha vergeblich um einen Platz in den Top 10. (Bild: pd)

Dominic Schmitter (Nummer 6) kämpft in der Nacht von Doha vergeblich um einen Platz in den Top 10. (Bild: pd)

MOTORRAD. Mit dem Ziel, regelmässiger Top-10-Plätze war der 21-jährige Dominic Schmitter mit dem italienischen Team Go Eleven zur WM angetreten. Chronische Probleme am Setting seiner Kawasaki verunmöglichten es, diese Ziele zu erreichen. So resultierten nur zwei Top-10-Plätze in den ersten drei Rennen, mit dem Höhepunkt eines achten Ranges in Aragon. In der Supersport-WM-Gesamtwertung teilt sich Schmitter mit Ratthapark Wilairot, der nur drei Rennen bestritt, den 13. Rang.

Wieder technische Probleme

Zum Abschluss stand in Doha (Qatar) ein Nachtrennen auf dem Programm. Für Schmitter war die Strecke neu, und ein Nachtrennen hatte er bisher auch nicht bestritten. Nach eher enttäuschenden Rennwochenenden auf zwei bekannten europäischen Strecken wollte sich Schmitter mit einer starken Leistung von der Saison verabschieden.

Aber bereits in den Trainings wurde klar, dass die technischen Probleme, die Schmitter das ganze Jahr begleitet hatten, nicht einfach so verschwanden. Wie schon in den letzten Rennen hatte seine Kawasaki beim Herausbeschleunigen aus der Kurve enorme Probleme. Mit Platz 14 im Qualifying war der Rheintaler nicht zufrieden. Aber wie während der ganzen Saison gelang es ihm, sich im Rennen um einige Plätze zu verbessern.

Den Start erwischte Schmitter gut. Obschon der Grip von Anfang an nicht optimal war, konnte er sich zwei Runden vor Schluss auf den zehnten Platz nach vorne fahren: «Aber ich spürte in jeder Kurve, dass ich am Limit bin», sagt Schmitter. Durch das erhöhte Risiko geriet er mehrmals in Sturzgefahr, aber Schmitter konnte sich auf seinem Töff halten. In der letzten Runde versuchte er sich im Kampf um einen Top-10-Platz vom Italiener Fabio Menghi abzusetzen: «Denn auf der Zielgeraden war ich für ihn ein gefundenes Fressen.» Und so kam es schliesslich auch: Trotz maximalem Risiko in der letzten Kurve blieb Menghi an Schmitters Hinterrad – und konnte ihn schliesslich um 7/1000-Sekunden vom zehnten Platz verdrängen.

Nur ein Nuller in der Saison

So fuhr der Altstätter zum elften Mal in die Punkte (Top 15) – nur einmal hatte er einen Nuller notieren lassen. Diese Konstanz ist durchaus bemerkenswert, dennoch muss bilanziert werden, dass Dominic Schmitter in seiner ersten WM-Saison die Ziele verfehlt hat. Wie es nun mit seiner Motorradkarriere weitergeht, wird sich weisen. Er strebt erneut einen Start in der Supersport-WM an – aber wohl mit einem anderen Team. (ys)