Elektrisches für 108 Schüler

Zum dritten Mal fand gestern Nachmittag bei der RhV Elektrotechnik AG eine Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit der Berufs- und Laufbahnberatung Altstätten statt.

Kurt Latzer
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Die Unternehmen sähen es gerne, wenn sich auch Mädchen für technische Berufe interessieren würden. Am rhv-Infotag war keines dabei. (Bild: Kurt Latzer)

Die Unternehmen sähen es gerne, wenn sich auch Mädchen für technische Berufe interessieren würden. Am rhv-Infotag war keines dabei. (Bild: Kurt Latzer)

ALTSTÄTTEN. 108 Oberstufenschüler aus dem Ober- und Unterrheintal haben sich für die Berufsorientierung angemeldet. Am ersten Anlass in den Räumen der RhV Elektronik AG vor zwei Jahren nahmen 75 Schüler teil. Das steigende Interesse an Elektroberufen lässt darauf schliessen, dass der Branche auch in Zukunft die Lernenden nicht ausgehen werden. Bei den Mädchen ist das Interesse an Berufen im Elektrobereich nicht gross, gestern jedenfalls nahm keines an der Information für Elektroberufe teil.

Angebot sehr unterschiedlich

Im theoretischen Teil des Nachmittags informierten Paul Heeb, RhV-Abteilungsleiter Installation, und Mirco Castrovinci, Netzelektriker, über die verschiedenen Berufszweige. Im Elektrobereich werden Lehren in den Bereichen Montage-Elektriker, Elektroinstallateur, Elektroplaner, Telematiker, Automatiker und Netzelektriker angeboten. Am meisten anstrengen müssen sich Schüler, die Telematiker werden möchten. «In der ganzen Schweiz gibt es nur etwa 30 Ausbildungsplätze», erklärte Heeb. Für Automatiker gibt es im Kanton etwa 55, für Elektroplaner 16 Lehrstellen. Am meisten Plätze gibt es für Elektroinstallateure, 150 im Kanton St. Gallen.

Sekundar- oder Realschule?

Kaum hatte Paul Heeb mit der Vorstellung der Berufsbilder begonnen, wollte ein Schüler wissen, ob man für die Berufe die Sekundarschule abschliessen müsse oder ob die Realschule reiche. Beides sei möglich. Auch in der Elektrobranche gebe es Zweige, bei denen ein guter Realschulabschluss genüge. «Weil man die Noten nicht überall als Vergleich heranziehen kann, gibt es bei uns einen internen Test», sagte Heeb. Zudem verschaffe sich der Ausbildungsbetrieb einen allgemeinen Überblick, so über das Verhalten, die Geschicklichkeit und Zuverlässigkeit, sobald Schüler schnuppern kommen. Auch der so genannte Stellwerk-Test werde mindestens so bewertet wie die Schulnoten.

Es gibt Berufe mit einer Ausbildungszeit von vier, aber auch solche mit drei Jahren. Dazu gehören der Montage-Elektriker und der Automatik-Monteur. Diese Lehren würden erst seit einigen Jahren angeboten und eignen sich auch für Realschüler.

Arbeitsplätze besichtigt

Im zweiten Teil des Informationsnachmittags wurden die Schüler durch die fünf Abteilungen der RhV Elektrotechnik AG geführt. Die Leitung übernahmen Auszubildende des Unternehmens. Auf grosses Interesse stiess dabei auch die Abteilung, in der Schaltanlagen gebaut werden. Pascal Steiger, Lernender im dritten Lehrjahr, zeigte den Schülern, worauf es in dieser Abteilung ankommt und welche Voraussetzungen man für den Beruf mitbringen sollte.