EISHOCKEY: Unglückliche Auswärtsniederlage

Trotz zweimaliger Führung verlieren die Rheintaler das erste Spiel im Playoff-Halbfinal gegen den SC Herisau 2:3 (1:0, 1:1, 0:2).

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Unglückliche Auswärtsniederlage

Unglückliche Auswärtsniederlage

Die beiden Teams waren noch nicht auf Betriebstemperatur, da konnte der SCR schon von zwei kleinlich gepfiffenen Strafen gegen Herisau profitieren– aber das Powerplay der Luchse war noch mangelhaft. Nach neun Minuten eine Kombination der SCR-Paradelinie, Damian Holenstein auf Yves Breitenmoser und Adrian Ströhle vollendete zum 1:0; Herisau reagierte, doch trotz Strafen konnte der SCR die Führung in die Pause retten. Ein ultraschnelles Drittel in einer richtigen Playoff-Partie ging damit zu Ende.

Mitteldrittel ausgeglichen, am Schluss Tor aberkannt

Kaum angespielt, schon wieder eine Strafe und das bedeutete doppelte Unterzahl für den SC Rheintal. Das musste der Ausgleich sein: Marc Pace konnte das Zuspiel von Roman Popp verwerten, Ramon Metzler blieb ohne Chance. Dann wurde zehn Minuten ohne Strafen gespielt, beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, es gab klasse Möglichkeiten auf beiden Seiten. Sandro Bartholet konnte dabei ein Zuspiel von Haris Sabanovic verwerten, der SC Rheintal ging nicht unverdient wieder in Führung. Und gleich wieder eine Strafe, doch der SC Rheintal ging zum zweiten Mal mit einer knappen Führung in die Kabine. Weil sich einer der Schiedsrichter verletzte, übernahm, wie in Playoffs üblich, der anwesende Ersatzschiedsrichter seinen Platz. Doch auch mit ihm gab es gleich wieder Strafen gegen Rheintal und He- risau. Die Rheintaler standen dann einander gegenseitig auf den Füssen. Ramon Metzler liess sich dadurch ablenken und so landete ein eigentlich harmloser Schuss in seinem Kasten. Sicher das kurioseste Tor des Abends. Und erneut brachte eine Strafe das Unheil, denn die Bären gingen mit dem 3:2 erstmals in Führung. Die Rheintaler wollten das korrigieren, kombinierten sich vor dem Tor von Klingler. Der platzierte Schuss prallte aber von der Mittelstrebe des Tores zurück, und der eigentlich gut platzierte Schiedsrichter sah als Einziger das klare Tor nicht.

Heute Samstag braucht der SCR einen Heimsieg

Selbst die Appenzeller merkten, dass dem SCR der Ausgleich gestohlen wurde. Roger Nater versuchte es am Schluss noch ohne Torhüter, aber die Hausherren verteidigten den ersten glücklichen Sieg. Heute Samstag, 11. März, ab 17.30 Uhr in der Eishalle Aegeten in Widnau haben die Rheintaler die Gelegenheit, dies zu korrigieren, denn das Heimspiel muss gewonnen werden, sonst würde es bereits brenzlig um die Finalqualifikation. (schm)

PLAYOFF HALBFINAL, 1. SPIEL

SC Herisau – SC Rheintal 3:2

Sportzentrum Herisau – Zuschauer: 478 – SR: Fausch, Jörg (ab 40. Lamers)

Tore: 9. Ströhle, (Breitenmoser, Holenstein) 0:1, 22. Pace (Popp R.) 1:1, 32 S. Bartholet (Sabanovic) 1:2, 42. Homberger 2:2, 53. Homberger, (Koller, Widmer) 3:2.

Strafen: SC Herisau 4 × 2 Minuten, 1 × 10 Minuten, SC Rheintal 7 × 2 Minuten.

SC Rheintal: Metzler (Lütscher), Moser, Binder, Schawalder, S. Bartholet, Obrist, Holen­stein, Strebel, D. Bartholet, Bärtsch, Diener, Stoop, Paul, Breitenmoser, Pfeiffer, Knöpfel, Ströhle, Sabanovic, Berweger, Coach: Roger Nater.

Bemerkungen: SCR ohne Sutter.

Starker Rückkehrer

Was «Der Rheintaler» schon vor Wochen angekündigt hatte, ist nun offiziell: Manuel Holenstein (r.) wechselt von Chur zum SC Rheintal. Der 26-jährige Heerbrugger wird ab nächster Saison für zwei Jahre in Widnau spielen. Vor seinem Engagement beim EHC Chur spielte das SCR-Eigengewächs im Nachwuchs des HC Davos, wechselte danach in die NLB zum SC Langenthal und von dort vor vier Jahren zum EHC Chur. Beim HC Davos hatte er sogar einige Einsätze in der NLA absolviert. Der Bruder vom bereits beim SCR spielenden Damian Holenstein absolvierte zudem unzählige Spiele in Schweizer Nachwuchsnationalmannschaften. Mit diesem Transfer, auf dem Bild mit Sportchef Fabian von Allmen, unterstreicht der SCR seine Ambitionen: Viele Beobachter halten Manuel Holenstein aktuell für einen der stärksten Spieler der 1. Liga – also eine Klasse über dem Betätigungsfeld der Rheintaler. (pd)