EISHOCKEY: SC Rheintal überwindet die massive Munot-Mauer

Die Schaffhauser waren mit nur elf Spielern nicht gekommen, um zu gewinnen, sondern um nicht hoch zu verlieren. Dem SC Rheintal gelang dennoch ein 5:0-Sieg, es war fürs Heimteam aber ein hartes Stück Arbeit.

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Adrian Ströhle vom SC Rheintal (2. v. l.) schoss alle drei Tore des Schlussdrittels. (Bild: smr)

Adrian Ströhle vom SC Rheintal (2. v. l.) schoss alle drei Tore des Schlussdrittels. (Bild: smr)

Nach einer Minute konnten die Rheintaler schon erstmals in Überzahl spielen, aber die Strafe gegen Schaffhausen blieb ungenutzt. Die Munotstädter machten die Räume vor den Tor eng, sehr eng sogar, sodass es kein Durchkommen für die SCR-Stürmer gab. Das Spiel der Rheintaler war viel zu kompliziert. Anstatt zu schiessen, suchten alle den Haken, um die Scheibe im Tor aufzuhängen. Die Gäste suchten ihr Heil im Konterspiel. Das Startdrittel endete torlos. Aus vielen Chancen resultierten nur ein Pfostenschuss und viele Glanzparaden des Schaffhauser Tor­hüters.

Endlich wieder Tore im Mitteldrittel

Nach fast 25 Minuten, einer gefühlten Ewigkeit, fiel endlich ein Tor: Sandro Bartholet hatte getroffen – fast 50 Spielminu­- ten nach dem letzten Treffer in Kreuzlingen. Zur Spielhälfte erhöhte Renato Engler auf 2:0.

Diese Führung beruhigte vorerst, aber richtig befreit spielten die Luchse nicht. Die Gäste standen weiter kompakt, waren fast nur mit Defensivarbeit beschäftigt. Sie kamen im ganzen Mitteldrittel nur zwei Mal in die Nähe des SCR-Torraums.

Adrian Ströhle mit einem klassischen Hattrick

Die Rheintaler erhöhten den Druck im letzten Drittel und spielten auch bei ausgegliche­-nem Personalbestand wie im Powerplay. In der 44. Minute stand Adrian Ströhle goldrichtig und konnte einen Abpraller zum 3:0 verwerten.

In den Schlussminuten gab der Vorarlberger noch eine Zugabe. Zuerst versorgte er den Zuckerpass von Manuel Holenstein im Netz, dann krönte er sein Solo mit dem 5:0-Schlussresultat. Ein lupenreiner Hattrick, drei Tore in einem Drittel, führte zum hochverdienten und fast standesgemässen Sieg, in dem Goalie Fabian Lütscher seinen zweiten Shutout feierte.

Die über 400 Zuschauer, darunter viele Sponsoren, waren begeistert. Ohne zweistelliges Resultat blieb die Spannung lange erhalten.

Die Frage, ob der SC Rheintal nun in der 2. Liga angekommen sei, und sich dem Spiel der Unterlegenen anpasste, muss verneint werden. Nur ein überdurchschnittlicher Torhüter mit Hilfe der Torumrandung und manchmal zu wenig Präzision ver­hinderte ein höheres Resultat. Bemerkenswert war, dass das Spiel stets sehr fair war und von den Unparteiischen gut geleitet wurde.

Das nächste Spiel ist der Cup-Match gegen die Eisbären St. Gallen. Anspiel ist am Freitag, 10. November, um 20.15 Uhr in der St. Galler Eishalle Lerchenfeld.

Sepp Schmitter

2. Liga, Gruppe 2

Rheintal – Schaffhausen 5:0 (0: 0, 2:0, 3:0)

KEB Aegeten – 410 Zuschauer – SR: Gasser/Chevalley.

Tore: 23. S. Bartholet (Thurnherr, Binder) 1:0, 32. Engler (Breitenmoser) 2:0; 45. Ströhle D. Bartholet 3:0, 57. Ströhle (M. Holenstein, D. Holenstein) 4:0, 60. Ströhle (M. Holenstein) 5:0.

Strafen: Rheintal 1×2; Schaffhausen 5×2 Minuten.

Rheintal: Lütscher; Sutter, Moser, Manser, Binder, Schawalder, S. Bartholet, D. Holen­stein, M. Holenstein, D. Bartholet, Bärtsch, Schläpfer, Stoop, Engler, Paul, Breitenmoser, Knöpfel, Ströhle, Sabanovic, Berweger.

Schaffhausen: Lücher; Heid, Spillmann, Kundert, Stuber, Hug, Buff, Schwarz, Klingler, Uehlinger, Tscharf, Vigini.