EISHOCKEY: Pflichtsieg beim Tabellenletzten

Der SC Rheintal gewinnt in St. Gallen 7:3 und bleibt damit erster Verfolger von Leader Herisau. Luca Binder wurde mit seinen drei Toren zum Matchwinner.

Sepp Schmitter
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Verwirrung vor dem St. Galler Tor. (Bild: Sepp Schmitter)

Verwirrung vor dem St. Galler Tor. (Bild: Sepp Schmitter)

Es war ein nervöses Abtasten, beide Teams wollten keinen frühen Rückstand riskieren. Das erste Powerplay beflügelte St. Gallen, doch es passierte nichts, zu viel war dem Zufall überlassen. Die Rheintaler machten es nicht besser, spielten zwar druckvoll, aber die ordnende Hand von Nicolas Paul fehlte offensichtlich. Er wird wegen Verletzung noch etwa zwei Wochen ausfallen, für ihn spielte Sebastian Vonbun, der sich mit zwei Assistpunkten beim Trainer empfehlen konnte. Es war dann die vierte Sturmreihe, die den Torreigen eröffnete. Luca Binder verdeckte dem Torhüter die Sicht und konnte den Schuss von Sebastian Vonbun ins Tor ablenken. Das löste den Knoten, denn nur dreissig Sekunden später tankte sich Yves Breitenmoser durch und markierte unhaltbar das 2:0. Es ging einigermassen standesgemäss in die Kabinen.

Fünf Tore fallen im Mitteldrittel

Die St. Galler hatten sich vom Schock des Doppelschlags erholt und neue Kräfte mobilisiert, griffen weiter keck an, doch vor dem Tor waren sie zu harmlos. Beim SC Rheintal stand Fabian Lütscher im Tor, der zurückgekehrte Ramon Metzler begnügte sich noch aufs Türöffnen zur Spielerbank. Luca Binder traf zum 3:0 und beruhigte das Spiel. Eine Strafe gegen Rheintal verschaffte Platz und Adrian Ströhle nutze diesen auf seine Weise. Er zündete den Turbo und krönte seinen Sturmlauf mit dem 4:0 in Unterzahl. Das machten ihm die St. Galler gleich nach, denn Mirco Steiner entwischte den zu offensiven Rheintalern und bezwang Lütscher zum 1:4. Sandro Bartholet baute die Rheintaler Führung wieder aus, doch irgendwie bastelten die St. Galler noch ein zweites Tor zusammen. In doppelter Überzahl brachten sie dann aber nichts zustande, die SCR-Abwehr stand goldrichtig.

Der Stadionspeaker machte auf Zuversicht und rief beim Stand von 2:5 zum entscheidenden Schlussdrittel, doch diese Entscheidung war längst gefallen, zu überlegen waren die Gäste aus der Provinz. Damian Holenstein demonstrierte das eindrücklich, ein Energieanfall in der letzten Sekunde des Powerplays brachte für ihn den ersten Volltreffer seit vier Spielen. Der junge Sandro Stoop kämpfte darauf vorbildlich, eroberte die Scheibe an der blauen Linie und sein kluger Pass fand über Bartholet zu Binder, der seinen dritten Treffer erzielte. Mit seinen zwei Pässen konnte Sandro Stoop sein Punktekonto eröffnen, sein erstes Tor in der 2. Liga verpasste er noch knapp. St. Gallen nahm sein Time-out und spielte fortan auf Schadensbegrenzung und schoss gar noch ein drittes Tor. Einige Geplänkel führten zwar noch zu Strafen, aber beide Teams wollten nur noch das Spiel zu Ende bringen. St. Gallen mit nur noch 13 Feldspielern wehrte sich tapfer, aber zu mehr als dem letzten Platz wird es so nicht reichen. Die Rheintaler zeigten eine gute Mannschaftsleistung ohne zu überzeugen, fürs Torverhältnis taten sie zu wenig, doch St. Gallens Goalie Kevin Stalder war sicher der Beste seines Teams.

2. Liga, Gruppe 2

St. Gallen – Rheintal 3:7 (0:2, 2:3, 1:2)

Lerchenfeld – 120 Zusch. – SR: Mosberger, Gugel

Tore: 18. Binder (Vonbun, Sutter) 0:1, 19. Breitenmoser (Stoop) 0:2, 27. Binder (Knöpfel) 0:3, 31. Ströhle (Pfeiffer, Obrist) 0:4, 33. Steiner (Oswald) 1:4, 34. Bartholet (Holenstein, Breitenmoser) 1:5, 36. Sanz (Hengartner, Gschwend) 2:5, 45. Holenstein 2:6. 46. Binder (Bartholet, Stoop) 2:7, 53. Steiner (Haldenstein) 3:7.

Strafen: St. Gallen 9 × 2 Min. Rheintal 6 × 2 Min.

Rheintal: Lütscher, Sutter, Moser, Binder, Schawalder, Ammann, Bartholet, Obrist, Holenstein, Strebel, Diener, Stoop, Vonbun, Breitenmoser, Pfeiffer, Knöpfel, Ströhle, Sabanovic, Berweger.

Weitere Resultate: Engiadina – St. Moritz 2:4. Lenzerheide – Kreuzlingen 2:5. Prättigau – Dielsdorf 4:2.