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EISHOCKEY: «Nochmals zwei Wochen Vollgas geben»

Im Playoff-Final der 2. Liga stehen sich die beiden Gruppensieger gegenüber. Rheintal hat in der Liga nie, Dürnten nur einmal verloren. In den Playoffs gab es für beide drei 3:0-Siege. Das erste Spiel findet morgen Dienstag um 20 Uhr in Bäretswil statt.
Können die Holenstein-Brüder Manuel (links) und Damian im Playoff-Final gegen Dürnten wieder gemeinsam jubeln? (Bild: Archiv/ys)

Können die Holenstein-Brüder Manuel (links) und Damian im Playoff-Final gegen Dürnten wieder gemeinsam jubeln? (Bild: Archiv/ys)

Für den SC Rheintal ist der Playoff-Final Neuland, der EHC Dürnten Vikings bringt in diesem Endspiel mehr Erfahrung mit: 2014/15 und 2015/16 wurden die Wikinger Ostschweizer 2.-Liga-Meister, den Aufstieg nahmen die Zürcher aber nie wahr.

In den 18 Spielen der Regular Season zog Dürnten nur einmal, gegen den Mittelfeldklub Sursee, den Kürzeren. Mit 50 Punkten blieben sie nur vier Zähler hinter dem Punktemaximum zurück, das der SCR erzielte. Anders als der SC Rheintal musste Dürnten aber bis zur letzten Runde um den Gruppensieg bangen – Illnau-Effretikon eroberte nur einen Punkt weniger. Illnau schied in den Playoff-Viertelfinals überraschend gegen den späteren SCR-Gegner SC Küsnacht aus, der in der Gruppe 1 bloss den sechsten Platz erreicht hat.

Dürnten musste zweimal in die Verlängerung

In den Playoffs eliminierte Dürnten der Reihe nach St. Gallen, Kreuzlingen und Luzern. Wie den Luchsen gelangen den von Christian Thiemeyer trainierten Wikingern drei Sweeps, also Siege in drei Spielen. Allerdings mussten sie in den Halbfinals zweimal den Umweg über die Overtime nehmen – eine Erfahrung, die der SCR in dieser Saison bei allen seinen 31 Pflichtspiel-Siegen noch nie gemacht hat.

«Die Gegner werden immer stärker und die Serien somit enger», sagt Trainer Roger Nater. Seine Spieler dürften sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen oder sich zu sehr mit der Möglichkeit der «perfekten Saison» befas- sen: «Jetzt müssen wir nochmals zwei Wochen Vollgas geben.» Sonst bleibt die Krönung dieser sagenhaften Spielzeit für die Rheintaler aus.

In der fünfjährigen Amtszeit von Trainer Nater hat der SCR nie ein Wettbewerbsspiel gegen Dürnten bestritten – aber in der Vorbereitung auf diese Saison einen Sieg eingefahren. Der letzte Vergleich der beiden Vereine datiert aus der Saison 2011/12. Damals setzten sich die Wikinger in einem dramatischen Playoff-Viertelfinal mit 3:2-Siegen durch.

Mehr Kritikfähigkeit dank Profi-Rückkehrern

«Dürnten ist ähnlich wie wir eine Mannschaft, die über die Jahre gewachsen ist», sagt Nater. Beim SCR gab es vor dieser Saison mit der Verpflichtung von Manuel Holenstein, Renato Engler und Sin Schläpfer allerdings einen Wachstumsschub. Diese drei Spieler, die beim SCR gross geworden sind und aus höheren Ligen zurückgekehrt sind, haben nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine einen grossen Einfluss auf die bisherigen Er­folge dieser Saison. «Die Mannschaft ist kritikfähiger als noch vor zwei, drei Jahren», sagt Nater. Das hängt auch damit zusammen, dass die Spieler, die aus dem Profibetrieb einen raueren Umgangston gewöhnt sind, mit gutem Beispiel vorangehen.

Denn es ist nicht selbstverständlich, dass eine Amateurmannschaft in der Regular Season derart dominiert, ohne Anzeichen von Überheblichkeit zu zeigen. «Die Aufgabe von uns Trainern (Naters Assistent ist Adrian Heule, d. Red.) war es, die Spieler dazu zu bringen, dass sie sich immer wieder ‹chlüübed›», sagt der frühere Nationalliga-Spieler, der in den 80er- und 90er-Jahren als Spieler beim SC Herisau Legendenstatus erreicht hatte. Diese ungebrochene Bereitschaft zum Leiden haben Nater und Heule damit erreicht, dass sie immer und immer wieder auf die Details hinwiesen, die zur Perfektion fehlten.

Manuel Holenstein und Sin Schläpfer mussten in der Serie gegen Küsnacht wegen Verletzung bzw. Krankheit aussetzen. Gegen Dürnten sollten wieder alle Spieler an Bord sein. «Im Final sind wir vor allem defensiv gefordert», sagt Nater, «in der Offensive haben wir bisher unsere Tore immer gemacht – wobei dafür die Kreativität eines Manuel Holenstein oder Sin Schläpfer natürlich hilfreich ist.»

SCR im Powerplay besser, Dürnten im Penaltykilling

Die Offensive ist das Prunkstück der Rheintaler – das zeigt auch die Playoff-Statistik: Im Powerplay waren Naters Schützlinge zu 28 Prozent erfolgreich, Dürnten kommt «nur» auf 22 Prozent Erfolgsquote. Dafür wehrten sich die Wikinger im Penaltykilling effizienter: Sie überstanden 84 Prozent ihrer Unterzahlspiele ohne Gegentor, der SCR kommt auf 79 Prozent.

Das erste Spiel der Serie findet morgen Dienstag, 20. März, statt. Spielbeginn in der Eissporthalle Bäretswil, wo Dürnten seine Heimspiele austrägt, ist um 20 Uhr. Ostschweizer Meister wird das Team, dem in diesem Vergleich drei Siege gelingen. Es wird im Rhythmus Dienstag – Donnerstag – Samstag mit wechselndem Heimrecht gespielt.

Yves Solenthaler

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