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EISHOCKEY: Ein Sieg für die Geschichtsbücher

Zum Abschluss der Saison ohne Niederlage blieb der SC Rheintal ohne Gegentor: Die Mannschaft von Trainer Roger Nater steigt nach dem 3:0-Sieg bei den Dürnten Vikings in die 1. Liga auf. Adrian Ströhle schoss die ersten zwei Tore.
Sepp Schmitter
Die Rheintaler Spieler feiern eine Saison, wie sie im Schweizer Eishockey wohl noch nie einer Mannschaft gelungen ist: 34 Siege in 34 Spielen. Der Aufstieg mit Ostschweizer 2.-Liga-Meistertitel ist die logische Folge dieser Serie. (Bild: Yves Solenthaler)

Die Rheintaler Spieler feiern eine Saison, wie sie im Schweizer Eishockey wohl noch nie einer Mannschaft gelungen ist: 34 Siege in 34 Spielen. Der Aufstieg mit Ostschweizer 2.-Liga-Meistertitel ist die logische Folge dieser Serie. (Bild: Yves Solenthaler)

Sepp Schmitter

Eine bis an die Haarspitzen motivierte Truppe schickte Roger Nater in Bäretswil aufs Eis, um die Mission Aufstieg erfolgreich abzuschliessen. Zwar fehlte Manuel Holenstein, der Kopfschmerzen beklagte, dafür war nach langer Absenz Sin Schläpfer als Center des ersten Blocks wieder dabei.

Die Gäste übernahmen resolut das Spieldiktat und nach nur drei Minuten konnte Adrian Ströhle mit einem klassischen Buebetrickli Goalie Ryffel überlisten und den enorm wichtigen ersten Treffer markieren. Das Tor beruhigte etwas die angespannten Nerven des Teams, vor allem aber auch die der sicher über 200 mitgereisten Rheintaler Fans.

Powerplay diesmal nicht wirkungsvoll

Die Hausherren waren aber nicht bereit, sich abschiessen zu lassen, sondern agierten sehr aggressiv, was zu Strafen führte – unter anderem auch einem Matchaus-schluss für Adrian Stoob. Die Rheintaler konnten im ersten Drittel mehr als neun Minuten Powerplay spielen. Im Gegensatz zum ersten Auswärtsspiel, in dem sie im Überzahlspiel die Differenz gelegt hatten, reichte es diesmal aber nicht zum Torerfolg. Lag es an der Absenz von Manuel Holenstein oder an der Ungeduld der Spieler?

Mit der eher zu knappen 1:0-Führung ging es in die erste Pause.

Statt zu Beginn des Mitteldrittels etwa 100 Sekunden Überzahl zu nutzen, begannen die Rheintaler im Pausenmodus. Sie konnten sich glücklich schätzen, nicht den Ausgleich kassiert zu haben.

Während es in Überzahl nicht klappte, reüssierte beim SCR diesmal das gegenteilige Special Team: Nach 25 Minuten entwischte Ströhle trotz Unterzahl den Zürcher Verteidigern und erhöhte im Nachsetzen auf 2:0. Das war das zweite Kabinettstück des besten SCR-Torschützen dieser Finalserie. Dieser Tiefschlag machte den Dürnten Vikings nun zu schaffen, und nach 32 Minuten erhöhte Damian Holenstein auf 3:0. Dabei blieb es bis zur zweiten Sirene – die Zeichen standen auf Aufstieg.

Stabile Defensivleistung war die Basis zum Sieg

Im letzten Drittel bestätigte sich, was sich vorher angedeutet hatte: Dürnten konnte gegen diesen SC Rheintal nur reagieren. Und die Mannschaft von Trainer Nater verzichtete nun weitgehend aufs Agieren.

Mit einer weiterhin konzentrierten Leistung ermöglichten die Luchse ihrem Goalie Ramon Metzler – der sicher verdient als bester Spieler seines Teams ausgezeichnet wurde – im letzten Spiel nochmals einen Shutout.

Nater hob nach dem Match die sehr gelungene Defensivarbeit seines Teams hervor.

Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Frenetisch feierten die SCR-Fans ihre Mannschaft, lagen sich in den Armen und begossen den verdienten Erfolg. Erst nach drei Stunden trat die Mannschaft die feuchtfröhliche Heimfahrt an und feierte dann noch lange mit den Anhängern in der «Habsburg». Für viele Spieler reichte es nicht zum Tenüwechsel, aber immerhin die Schlittschuhe zogen sie aus.

Damit ist die perfekte Saison des SC Rheintal Tatsache geworden: In 34 Wettkampfspielen feierte der SCR ebenso viele Siege, eliminierte dabei die Oberklassigen Wil, Arosa und Chur im Cup und beendete die Playoffs auf dem schnellstmöglichen Weg.

Ein Erfolg der gesamten Mannschaft

Diese Serie ist nicht das Verdienst einzelner, sondern ein kollektives Werk der ganzen Mannschaft. Sicherlich darf man die Genialität von Manuel und Damian Holen-stein, die Cleverness eines Nico Paul oder die Hartnäckigkeit und List eines Adrian Ströhle hervorheben – sollte dabei aber auch alle anderen nicht vergessen, die zu diesem historischen Triumph beigetragen haben.

Alle regelmässig eingesetzten Spieler haben während der Saison mindestens ein Tor erzielt. Dazu kommen einige Talente, die nachrücken werden.

In dieser Verfassung kann der SC Rheintal auch nächste Saison in der 1. Liga eine gute Rolle spielen. Aber vorerst ist die Zeit des Feierns angebrochen!

2.-Liga-Playoff-Final, 3. Spiel

Dürnten – Rheintal 0:3 (0:1, 0:2, 0:0)

Endstand: 0:3

Tore: 3. Ströhle 0:1; 24. Ströhle 0:2, 33. D. Holenstein (Paul) 0:3.

Strafen: Dürnten 4 × 2 plus 5-Minutenspieldauerstrafe Stoob; Rheintal 4 × 2 Minuten.

Dürnten: Ryffel; Stiefel, Tobler, Lüthi, O. Brunner, Voneschen, A. Rüegg, M. Rüegg, Y. Rüegg, Kunz, Deubelbeiss, Stoob, Fankhauser, Senn, Bednar, Schmid, N. Brunner, De Martin.

Rheintal: Metzler; D. Bartholet, Paul; Diener, Knöpfel; Sabanovic, Berweger; Sutter, Manser; Schläpfer, D. Holenstein, Ströhle; Obrist, Engler, Breitenmoser; S. Bartholet, Stoop, Biner; Moser, Schawalder, Bärtsch.

Bemerkungen: SCR mit Sin Schläpfer, aber ohne Manuel Holenstein (verletzt).

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