Einsprachen verzögern Verfahren

HEIDEN. Einsprachen verzögern die im letzten Oktober öffentlich aufgelegten Verfahren zur Erschliessung Nord. Die bestehenden Gebäude der früheren Pension Nord sollen dennoch saniert und modernisiert werden.

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Die Pension Nord soll vorläufig nur noch 46 statt 86 Gäste beherbergen können. (Bild: pd)

Die Pension Nord soll vorläufig nur noch 46 statt 86 Gäste beherbergen können. (Bild: pd)

HEIDEN. Bereits 2010 war der Quartierplan Nord Mitte und der Teilzonenplan Nord zur öffentlichen Auflage ausgeschrieben. Ziel war, das Quartier besser zu erschliessen und den Bau eines neuen Migros zu ermöglichen. Gegen beide Planvorlagen wurden diverse Einsprachen erhoben, die gegen eine Aufzonung von einer WG2- in eine WG3-Zone gerichtet war und so den Neubau einer Migros-Filiale verhinderte. Gegen den damaligen Entscheid des Gemeinderates, die Einsprachen abzulehnen, wurde beim Regierungsrat Rekurs erhoben. Zurzeit ist das Verfahren am Bundesgericht hängig.

Mediation nützte nichts

Durch die Übernahme der stillgelegten Pension Nord durch die Familie Muhr 2012 sollte die Erschliessungsplanung neu geregelt werden, damit der Um-, Aus- und Anbau der Liegenschaft vorangetrieben werden kann. So hat der Gemeinderat entschieden, das Verfahren Quartierplanung Nord Mitte abzuschreiben und für den östlich angrenzenden Teil des Gebietes den neuen Quartierplan Nord Ost und ein neues Strassenprojekt im Oktober neu aufzulegen. Gleichzeitig wurde der Quartierplan Nord Gruberstrasse öffentlich aufgelegt, der den Quartierplan Nord Mitte teilweise ersetzen soll. Letzterer wurde mit der neuen Auflage zurückgezogen und die Einsprachen abgeschrieben. Geplant ist, die Erschliessung des Quartiers Nord über einen neuen, breiteren Einlenker zu sichern, für dessen Bau das Haus der Erbengemeinschaft Alder abgebrochen und auf der Westseite des Einlenkers neu aufgebaut werden soll.

Gegen die beiden Quartierpläne, das Strassenprojekt und den Perimeterplan wurden insgesamt wiederum 14 Einsprachen erhoben. Nachdem im Dezember auf private Initiative ein Mediationsteam zur Vermittlung eingesetzt wurde, wurde das gesamte Planauflageverfahren vorläufig sistiert. Trotz der Bemühungen bleiben die Fronten verhärtet. Das Mediationsverfahren ist inzwischen ebenfalls sistiert worden.

Pension Nord soll saniert werden

Die Familie Muhr beabsichtigt in einem ersten Schritt, die Liegenschaft Pension Nord nun mit Berufung auf Bestandesgarantie zu sanieren. Dazu soll der nördliche Anbau abgebrochen und durch einen kleineren, der im Erdgeschoss als Frühstücksraum und im ersten Stock als Seminarraum genutzt werden soll, ersetzt werden. Auch der westlich angebaute Saal wird abgebrochen. Dort soll eine Terrasse mit Blick auf die neue Gartenanlage entstehen. Heute befindet sich dort, wo der neue Garten angelegt werden soll, noch der Parkplatz. Neu sollen die Autos in einer Tiefgarage Platz finden. Im Gebäudeinnern werden die Räume neu eingeteilt. Bot die Pension Nord früher 86 Gästen Platz, so können im sanierten Hotel Muhr vorläufig nur noch 46 Gäste beherbergt werden. Die Familie Muhr hat für diese erste Etappe ein Baugesuch eingereicht.

Die Realisierung des Erweiterungsbaus und des öffentlichen Restaurants des Projektes Hotel Muhr können erst nach dem Abschluss der laufenden Rechtsmittelverfahren in Angriff genommen werden.

Wegen der beim Bundesgericht hängigen Beschwerden gegen den Teilzonenplan Nord sowie ebenfalls wegen der gegen die im Oktober aufgelegten Quartier- und Strassenpläne hängigen Einsprachen, bleibt auch der Neubau einer Migros-Filiale blockiert. Auch der neue Einlenker kann noch nicht gebaut werden. (gk)

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