Einige positive Überraschungen

Das Budget 2015 der Gemeinde Lutzenberg sah ein Defizit von 73 118 Franken vor. Die Jahresrechnung weist dagegen einen Ertragsüberschuss von 157 703 Franken aus. Die Rechnung schliesst damit um 230 821 Franken besser ab als budgetiert.

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LUTZENBERG. Mit diesem Resultat erhöht sich der Bilanzüberschuss im Eigenkapital auf 2 897 251 Franken. Die Jahresrechnung 2015 der Gemeinde Lutzenberg weist einen Ertrag von 7 005 396 Franken und einen Aufwand von 6 847 693 Franken aus, was einen Ertragsüberschuss von 157 703 Franken ergibt. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 73 118 Franken. Damit schloss die Rechnung 2015 gegenüber dem Budget um 230 821 Franken besser ab. Zu diesem Resultat beigetragen haben verschiedene Budgetpositionen.

Unbekannte Grössen

Ein solcher Budgetposten ist zum Beispiel die Schule. Gegenüber dem Voranschlag 2015 ist der Aufwand um 22 869 Franken geringer und der Ertrag um 17 267 Franken höher ausgefallen. Dies bedeutet, dass die Rechnung 2015 des Ressorts Bildung gegenüber dem Budget um 40 136 Franken besser abgeschlossen hat. Dieses Ergebnis ergibt sich aus mehr positiven als negativen Abweichungen. Eine solche Abweichung ins Minus hat die Position Oberstufe aufzuweisen: Mit 680 283 Franken ist in diesem Ressort der Betrag für Schulgelder an andere Gemeinden um 85 283 Franken höher ausgefallen als veranschlagt. Der Grund: Im Rech-nungsjahr sind vier Schüler in die Gemeinde Lutzenberg zugezogen, die bereits im Oberstufenalter sind und dementsprechend in der Oberstufe in einer anderen Gemeinde beschult werden. Dieser Zuzug war beim Budgetieren noch nicht bekannt.

Im Bereich Soziale Sicherheit gibt es ebenfalls mehrere Positionen, die schwer zu budgetieren sind. So waren in der Position Sozialhilfe und Asylwesen Ausgaben von 493 098 Franken und Erträge von 111 900 Franken budgetiert, was einen Netto-Aufwand von 381 198 Franken erbracht hätte. Die Entwicklung verlief aber anders: Die Aufwendungen im Bereich der wirtschaftlichen Sozialhilfe bewegten sich unter den budgetierten Zahlen. Bei den freiwilligen und den behördlich angeordneten Fremdplatzierungen lagen die Aufwendungen deutlich unter jenen des Vorjahres.

Geringere Belegung

Im Seniorenwohnheim Brenden konnte die budgetierte Belegung von 84% (16 von 19 Plätzen) um 15% nicht erreicht werden. Im Durchschnitt waren 14 Plätze belegt. Diese geringere Auslastung ergab bei den Pensionstaxen gegenüber dem Budget einen Minderertrag von 11,5%. Auf Weisung des Amtes für Soziale Einrichtungen AR musste eine weitere Mitarbeiterin mit einem tertiären Abschluss angestellt werden. Dies und einige Stellenwechsel verursachten gegenüber dem Budget 4,9% höhere Lohnkosten und 14,5% mehr Arbeitgeberbeiträge. Dazu kam, dass das Auto ersetzt werden musste. Insgesamt beträgt die Budgetüberschreitung 123%. Dieser Fehlbetrag wird durch die Spezialfinanzierung gedeckt.

Bei der anteilsmässigen Kostenbeteiligung an den Aufgaben im Asyl- und Flüchtlingswesen schlägt der Aufwand mit 57 806 Franken rund 50% mehr zu Buche als budgetiert.

Minus und Plus bei den Steuern

Die allgemeinen Gemeindesteuern erbrachten mit 3 419 736 Franken gegenüber dem Budget einen Minderertrag von 205 264 Franken, jedoch einen Mehrertrag gegenüber der Rechnung 2014 von 94 128 Franken. Ganz anders bei den Sondersteuern (Grundstückgewinnsteuern, Handänderungssteuern, Erbschafts- und Schenkungssteuern, Hundesteuern): Mit 554 765 Franken liegt der Ertrag 176 765 Franken über dem Budget und 193 007 Franken über dem Ertrag der Rechnung 2014. «Eingeschenkt» haben diesmal die Erbschafts- und Schenkungssteuern, die mit einem Ertrag von 233 369 Franken 193 369 Franken über dem Budget und 189 801 Franken über dem Ertrag des Vorjahres liegen. Das Gegenteil ist bei den Handänderungssteuern der Fall: Der Ertrag von 122 805 Franken ist um 85 195 Franken geringer als budgetiert und 75 754 Franken geringer als der Ertrag im Jahr 2014.

Bei den Steuern betragen die Mindereinnahmen insgesamt 28 499 Franken – 0,7% unter dem budgetierten Ertrag. (gk)