Einen Tausender für die 5,7

Der Rotary Club Rheintal verleiht jährlich einen Förderpreis für den besten Lehrabgänger. Dieses Mal kamen gleich zwei zum Zug: Sasa Golic und Lukas Rohrer, beide mit derselben Abschlussnote.

Max Tinner
Drucken
Teilen

ALTSTÄTTEN. Die Preisträger, die beide ihre Lehre mit einer 5,7 abgeschlossen haben, kommen diesmal von auswärts, haben aber ihre Lehre in Unternehmen in der Region absolviert. Der St. Galler Sasa Golic hat bei der Sefar in Thal Textiltechnologe gelernt. Gereizt habe ihn an dem Beruf das Exotische: Nur wenige würden den Beruf wählen, viele würden ihn nicht mal kennen, sagte er bei der Preisübergabe gestern im Altstätter «Frauenhof». Auch im Nachhinein sei er froh, sich für diesen Beruf und für diesen Lehrbetrieb entschieden zu haben. Der Sefar seien ihre Lehrlinge wichtig. Das Unternehmen habe gute Ausbildner, die wesentlich zu seinem guten Abschluss beigetragen hätten. Sasa Golic arbeitet weiterhin bei der Sefar. Er möchte noch eine Technikerausbildung anhängen, mit dem Ziel, einmal in der Entwicklung zu arbeiten.

Der zweite gestern ausgezeichnete Lehrabgänger ist Lukas Rohrer. Er kommt von Belp bei Bern und hat auf dem Fahrmaadhof von Stefan Britschgi in Diepoldsau eine verkürzte Lehre als Gemüsegärtner absolviert. Verkürzt, weil er zuvor schon eine Lehre als Landmaschinenmechaniker absolviert hatte. Für beide Lehren hat er sich nicht von ungefähr entschieden: Seine Eltern führen selbst einen Gemüsebaubetrieb. Dass er zuerst die Landmaschinenmechaniker-Lehre absolvierte, liege daran, dass er schon immer gerne mit den Maschinen auf dem elterlichen Betrieb gearbeitet habe. Ausserdem habe ihm sein Vater geraten, jene Lehre vor der landwirtschaftlichen zu machen, weil er es sonst womöglich dabei belassen würde. Den Lehrbetrieb in der Ostschweiz wählte er, weil ihm hier eine Ausbildung auf Spezialkulturen ermöglicht wurde. Es habe ihn auch gereizt, einen andern Teil der Schweiz kennenzulernen. «Und auch die etwas andere Kultur – speziell die fasnächtliche», meinte Rohrer mit einem Augenzwinkern. Bevor er den elterlichen Betrieb übernimmt, will Lukas Rohrer die Betriebsleiterschule und die Ausbildung zum Meisterlandwirt absolvieren. Es reize ihn auch, noch den einen oder anderen landwirtschaftlichen Kurs im Ausland zu besuchen.

Vergeben wird der Förderpreis jeweils dem jungen Mann oder der jungen Frau mit dem besten Lehrabschluss im Einzugsgebiet des Rotary Clubs Rheintal, sofern der- oder diejenige nicht schon mit dem Förderpreis der SFS Stadler Heerbrugg ausgezeichnet worden ist. Dotiert ist der Preis mit tausend Franken.