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Überführung am Bahnhof St.Margrethen: «Einen Plan B gibt es nicht»

Den Bau der Überführung vom Bahnhof ins Altfeld bezeichnet Reto Friedauer als wichtigsten Schritt für die Entwicklung der Gemeinde. Am 30. Juni wird über den dafür nötigen Kredit entschieden.
Kurt Latzer
Projekt Passerelle: mässiges Interesse an der Orientierungsversammlung im Wiesenau-Schulhaus. (Bild: Kurt Latzer)

Projekt Passerelle: mässiges Interesse an der Orientierungsversammlung im Wiesenau-Schulhaus. (Bild: Kurt Latzer)

Der Gemeinderat beantragt für die neue Passerelle einen Kredit von 4 Mio. Franken. Nur wenn der Betrag gesprochen wird, können die Arbeiten im September beginnen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6 Mio. Franken. 2,1 Mio. Franken für eine ähnliche Überquerung der Gleise hatte die Bürgerschaft bereits 2009 bewilligt. Weil aber damals aus dem Projekt «Europuls» nichts wurde, legte der Rat die Passerelle auf Eis. Nun entsteht im Altfeld das Werk der Firma Stadler Rail. «Im September bekommen wir den Schlüssel für die erste Halle», sagte Christian Sutter, Projektleiter bei Stadler Rail, am Mittwochabend. Dem Unternehmen ist die geplante Fussgänger- und Veloüberführung sehr wichtig. Zwischen 800 und 1000 Leute will Stadler Rail im neuen Werk beschäftigen. Der Zugbauer puscht bei den Mitarbeitenden die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel. «Wir garantieren, dass im Werk Altfeld von Anfang an mindestens 300 Leute mit dem ÖV und viele mit dem Velo zur Arbeit kommen», sagte Sutter. Deshalb sei die gute und direkte Anbindung zum Bahnhof essenziell. Reto Friedauer, Gemeindepräsident von St. Margrethen, ging unter anderem auf Fragen ein, weshalb die SBB-Unterführung als Querung nicht reiche. Anhand von Fotos versuchte er aufzuzeigen, dass die unterirdische Passage aufgrund der zu erwartenden Frequenzen zu eng, zu umständlich und der weitere Weg zu Stadler Rail zu gefährlich ist. «Wir dürfen nicht vergessen: Die neue Überführung dient nicht nur als Zubringer zu Stadler Rail, sondern auch als direkte Verbindung zur Neudorfstrasse, dem Veloweg und nach Vorarlberg», sagt Reto Friedauer. Die neue Fussgänger- und Veloverbindung bezeichnet er – die künftige Entwicklung der Gemeinde betreffend – als eine der wichtigsten Bauten seit langer Zeit. Einen Plan B zur Passerelle liege nicht vor. Die wenigen Fragen der Anwesenden beschränkten sich auf die Verkehrssicherheit bei den geplanten Rampen und deren Gestaltung. Einzig Marcel Töltl stellte das Vorhaben als vermeintliches Prestigeprojekt ganz in Frage. Allein die Anwesenheit von Stadler scheint ihm zu wenig. «Früher waren im Altfeld ein Hotel, Wohnungen und Einkaufsmöglichkeiten geplant. Heute hat es dort nichts ausser Österreichern», sagte der ehemalige Präsident der örtlichen SVP.

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