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Eine Skateboardanlage als Geissenstall

Seit dem Umbau des Mehrzweckgebäudes steht die Skateboardanlage beim Werkhof. Ein Unternehmer aus Herisau sucht einen neuen Standort für sie.
Karin Erni
Manfred Siegrist möchte, dass die Anlage an einem anderen Ort wieder für den Skateboard-Sport genutzt werden kann. (Bild: Karin Erni)

Manfred Siegrist möchte, dass die Anlage an einem anderen Ort wieder für den Skateboard-Sport genutzt werden kann. (Bild: Karin Erni)

Auf der Wiese neben dem Werkhof in Walzenhausen weidet eine kleine Ziegenherde. Als Unterstand und Klettergerüst dient den Tieren die ausrangierte Skateboardanlage der Gemeinde. Die sperrigen Metallteile liegen kreuz und quer im Gras verteilt. Für Manfred Siegrist, Inhaber des Gossauer Skateboard-Geschäfts Shaka, ist das kein schöner Anblick. Der Herisauer setzt sich dafür ein, dass die Anlage möglichst bald wieder irgendwo zu stehen kommt, wo sie von Skateboardern genutzt werden kann. Er hat schon mehrfach privat versucht, Abnehmer für die Anlage zu finden, bis jetzt vergeblich. «Die Gemeinde Herisau ist leider nicht sehr offen, wenn es um Brettsport geht. Sie haben gleich abgeblockt.» Nun befürchtet Siegrist, dass die tonnenschweren Teile bald verschrottet werden könnten. Dem widerspricht der Walzenhausener Gemeinderat Urs Züst: «Wir suchen ebenfalls aktiv nach einem neuen Standort. Das Problem ist jedoch, dass die Anlage nicht mehr den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entspricht. Die Absperrungen sind zu wenig hoch. So wie sie jetzt ist, darf sie nicht auf öffentlichem Grund stehen.» Die Elemente könnten allenfalls privat verwendet werden, räumt Züst ein. Es gebe verschiedene Interessenten, die einzelne Teile abnehmen würden.

Die Gemeinde möchte den Skaterpark aber am liebsten en bloc weggeben. Er besteht aus sechs Elementen: einer Halfpipe, zwei Quarterpipes, einer Bank, einer Box und einem Kicker. Der grösste Teil der Anlage ist eine Mini-Ramp-Halfpipe. Sie ist aufgebaut rund zehn Meter lang. «Die Mini-Ramp-Halfpipe liegt uns am meisten am Herzen, und sie würde auch nicht viel Platz beanspruchen», sagt Manfred Siegrist. «Sie könnte auf einen beliebigen Untergrund aufgestellt werden. Das könnte also Wiese, Kieselstein- oder Betonboden sein. Für die anderen Elemente braucht es natürlich einen betonierten Untergrund.»

Siegrist hofft, dass sich durch den Zeitungsbericht noch jemand findet, der der Anlage ein zweites Leben ermöglicht. Skateboarden sei eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Jugendliche, findet Siegrist. «Ausserdem ist es ein vergleichsweise günstiger Sport. Es braucht ein Brett und nicht viel mehr. Es entstehen keinerlei Folgekosten.»

In Walzenhausen ist das Thema Skateboarden jedoch vorläufig vom Tisch. Eine neue Anlage ist derzeit gemäss Gemeindepräsident Hansruedi Bänziger kein Thema.

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