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Eine Saison zum Vergessen

Der FC Rüthi schnitt unter allen Erwartungen ab. Besonders die Niederlagenserie in der Rückrunde gibt zu denken. Der Verein muss sich nun überlegen, wie es weiter gehen soll.
Mäx Hasler
Livio Sanseverino war kämpferisch einer der Besten auf dem Rheinblick. (Bild: Mäx Hasler)

Livio Sanseverino war kämpferisch einer der Besten auf dem Rheinblick. (Bild: Mäx Hasler)

FC RÜTHI. Fussball ist, wenn zwei Teams gegeneinander spielen, und Deutschland gewinnt – hat Gary Lineker mal gesagt. Fussball im Rheintal ist, wenn zwei Mannschaften gegeneinander spielen, und Rüthi verliert – könnte man auch sagen. Dies trifft zumindest in der abgelaufenen Saison zu, denn die Rheinblicker sind mit dem achten Platz überhaupt nicht auf jenem Rang, den sie sich zu Beginn der Saison vorgestellt haben.

Hoffnungsträger

Schon die Vorrunde lief nicht wie gewünscht. 13 Punkte aus elf Spielen (vier Siege, ein Remis) waren schon viel zu wenig. Wobei Rüthi aber noch gut bedient war, denn in der Rückrunde wurde es noch schlimmer. Trainer Andreas Lüchinger und Co-Trainer Robert Thurnherr haben im Winter die Konsequenzen gezogen und nach Au gewechselt.

Mit der Verpflichtung von Didi Metzler und Ernst Capol hoffte man auf dem Rheinblick auf eine gute Rückrunde. Es sollte bei der Hoffnung bleiben. Der Anfang in Goldach, Ruggell und Triesenberg ist zwar gelungen, dann kam aber Sand, um nicht zu sagen Kies, ins Getriebe.

Die Niederlagenserie gegen Rheineck, Teufen, Schaan, Diepoldsau-Schmitter, Dardania und Staad mit einem Torverhältnis von 9:25 liess Kritik laut werden. Davon verschont war auch Trainer Metzler nicht, einige Zuschauer äusserten ihren Unmut. Die Vereinsführung liess sich aber nicht beeinflussen und sprach den Trainern und der Mannschaft weiterhin das Vertrauen aus. Dieses Vertrauen wurde im letzten Spiel mit dem Sieg gegen Appenzell teilweise zurückgezahlt.

Dennoch muss der Verein über die Bücher gehen. Um sich in der 3. Liga im hinteren Mittelfeld zu klassieren, müsste das Team nicht zur Hälfte mit auswärtigen Spielern zusammengesetzt sein. Mit so vielen Legionären müsste ein Platz an der Spitze der Rangliste möglich, ja Pflicht sein. Ältere Zuschauer klagen, dass sie niemanden mehr kennen im Team.

Dass für den Aufstieg 19 Punkte fehlten, sei nur am Rande erwähnt. Zu denken gibt auch, dass Rüthi nicht mal abgestiegen wäre, wenn es alle Spiele in der Rückrunde verloren hätte. Ohne das Abstiegsgespenst im Rücken hätte die Mannschaft unbeschwert aufspielen können – und damit deutlich mehr zeigen müssen. Mit Angsthasen-Fussball lockt man keine Fans an den Spielfeldrand.

Neue Spieler oder Junioren?

Grosse Schuld an der verkorksten Saison hat die Abwehr, mit 55 Gegentoren die schlechteste der 3. Liga, Gruppe 2. Der Sturm rangiert mit 37 geschossenen Toren immerhin auf Rang sechs der Gruppe. Björn Schneider konnte nicht gleichwertig ersetzt und Hamburgers längerer Ausfall auch nicht kompensiert werden. Eine alte Volksweisheit sagt aber: Wegen einem Pfahl fällt ein Zaun nicht um. – Nun hört man bereits von neuen Spielern auf dem Rheinblick. Wie wäre es stattdessen, wieder mehr auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, falls dieser vorhanden ist. Was zumindest fraglich ist, und deshalb steht der Verein bei der Lösung dieses Problems vor einer grossen Herausforderung.

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