Eine Nummer zu gross

Handball Die BSG Vorderland traf im Cup auf das NLB-Spitzenteam Endingen und verlor mit 25:48.

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Obwohl – oder weil – Endingen ein NLB-Spitzenteam ist, war das Los für die Vorderländer attraktiv. Die Gäste gingen als haushoher Favorit ins Spiel, trotzdem hielt die BSG eine Halbzeit lang ganz gut mit. Nach ausgeglichener ersten Halbzeit übernahmen die Endinger das Spieldiktat und siegten letztlich sehr deutlich.

Schon die Ankunft der Aargauer mit Car und breitem Staff zeigte, dass es sich um ein Spitzenteam handelte. Es war eine typische Cup-Affiche. Der kleinere, unterklassige Verein gegen den grossen, professionell organisierten Favoriten. Doch auch in solchen Partien gibt es hin und wieder eine Überraschung, weshalb die BSGler zuversichtlich ins Spiel gingen. Sie hatten sich dieses Duell mit einem beherzten Sieg in der ersten Runde verdient.

Die BSG hält eine Hälfte lang gut mit

Tatsächlich startete das Heimteam etwas besser ins Spiel als die Gäste. Die Spielzüge in den Angriffen wurden geduldig zu Ende gespielt und hinten stand die Verteidigung solid. Zudem fing der starke BSG-Torhüter etliche Bälle ab. So resultierte zwischenzeitlich gar eine Zwei-Tore-Führung für Vorderland. Allerdings musste man einen erheblichen Aufwand betreiben, um zu Toren zu kommen. Endingen reagierte rasch auf Gegentore und spielte schnelle Anspiele, weshalb die Appenzeller hellwach sein mussten. Wenn das Rückzugsverhalten nicht optimal war, kassierten sie postwendend einen Gegentreffer. Kurz vor der Pause konnten sich die Gäste einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Entschieden war aber noch nichts.

Endingen hielt die Kadenz auch nach der Halbzeit konstant hoch und die Appenzeller hatten zunehmend Mühe, mitzuhalten. Es gab gleich mehrere Gegenstosstore, so wuchs der Rückstand langsam an. Der Klassenunterschied kam nun zum Tragen. Während Endingen temporeich spielte, zollte das Heimteam den ersten vierzig Minuten Tribut. Gegen Spielende wurde die BSG überrannt und bekam Gegentore im Minutentakt.

Für die Vorderländer bleibt die Erkenntnis, phasenweise mit einem Topteam mithalten zu können. Zudem war die Partie für die Spieler eine gute Erfahrung, und die vielen Zuschauer kamen in den Genuss von Spitzenhandball in Heiden. Für die BSG liegt der Fokus jetzt auf der Meisterschaft, in der das nächste Spiel am nächsten Samstag in Winterthur stattfindet. (mk)

BSG Vorderland: Fejzaj, Kappenthuler; Bernet (3), König, Küng (4), Naef (4), Povataj (5), Schulz (1), Rothenberger, D. Schwinn, R. Schwinn (7), Remo Wild (1) und Roger Wild.