Eine Idee, die grosses Theater schuf

Kurt Latzer
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Die Idee, der später die wohl professionellsten Aufführungen in der Region folgen sollten, stammt aus dem Jahr 1997. Als Willy Hutter, Jakob Oehler und Peter Tanner 1997 zusammensassen, wurde der Entschluss gefasst, ein Jahr später folgte mit «Der Schmied von Balgach» die erste Aufführung. «1997 haben wir beschlossen, kein Dorftheater im herkömmlichen Sinn auf die Beine zu stellen, sondern ein hochstehendes Musical oder Theater», sagt Peter Tanner. Die Aufführung von 1998 feierte einen grossen Erfolg. Deshalb entschloss sich das OK, weitere Stücke im Turnus von drei Jahren auf die Bühne zu bringen. «Wir hatten keine Vereinsmitglieder, das Nostalgietheater bestand eigentlich nur aus dem Organisationskomitee», sagt der OK-Präsident. So sei man in der Wahl der Stücke und allen anderen Entscheidungen frei gewesen. «Diese Art der Selbstständigkeit hat uns erlaubt, alle drei Jahre ein neues Projekt aufzustellen, wir konnten jedes Mal die Leute für die Aufführung aussuchen», sagt Peter Tanner. Und das Konzept ging auf. Zwischen 1998 und 2016 feierte das Nostalgietheater Balgach mit grossen Stücken grosse Erfolge. «Die kleine Niederdorf-Oper», «Der Schwarze Hecht», «Grüezi», «Im weissen Rössl», «My Fair Lady» und «Nach em Räge schint d’ Sunne» bescherte den Organisatoren jeweils volles Haus. «Gut besetzte Rollen, viel Abwechslung, hohe Musikalität, frisches Spiel, fein gesetzte Pointen – und sie trafen das Premierenpublikum mitten ins Herz», schrieb «Rheintaler»-Redaktor René Schneider 2004 nach der Premiere von «Der Schwarze Hecht».

Kurt Latzer