Eine humorvolle Vorstellung

Gegen 100 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung der Findungskommission. Die Zahl zeugt von grossem Interesse für Stadtpräsidiums-Kandidat Urs Müller. Peter Gut gestaltete den Abend humorvoll.

Max Pflüger
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Urs Müller will Rheinecker Stadtpräsident werden. Die Ersatzwahl für Hans Pfäffli findet am Sonntag, 19. Mai, statt. (Bild: Max Pflüger)

Urs Müller will Rheinecker Stadtpräsident werden. Die Ersatzwahl für Hans Pfäffli findet am Sonntag, 19. Mai, statt. (Bild: Max Pflüger)

Auf Ende Oktober hat der Rhein-ecker Stadtpräsident Hans Pfäffli seinen Rücktritt angekündigt. Er tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird am Sonntag, 19. Mai gewählt.

Am Montagabend lud die breit abgestützte Findungskommission mit Vertretern der Ortsparteien SVP, FDP, CVP und SP sowie der Ortsgemeinde, des Unternehmerforums und des Verkehrsvereins zur Präsentation ihres Kandidaten in den Hechtsaal ein. Das Interesse war gross und der Saal fast überfüllt. Immer wieder mussten die Organisatoren neue Stühle herbeischaffen, damit alle Platz fanden.

Durch den rund einstündigen Anlass führte der Ausserrhoder Kantonsrat Peter Gut aus Walzenhausen. Mit seinem träfen Witz schuf er eine gute Stimmung im Saal, mit seinen humorvoll überraschenden sprachlichen Purzelbäumen hatte er immer wieder die Lacher auf seiner Seite. Mit präzisen, kurzen und immer politisch relevanten Fragen gelang es ihm, eine aussagekräftige Präsentation des Kandidaten Urs Müller zu gestalten.

Urs Müller fühlt sich als ein Rheintaler

Eines der angesprochenen Themen waren zum Beispiel Fusionen. Gemeindefusionen, überregionale Fusionen, der Kanton Säntis. «Bodensee oder Rheintal?» Spontan meinte Müller: «Rheintal!». Er begründete dies mit seinen bisherigen beruflichen Tätigkeiten bei der Firma Jansen in Oberriet und als Geschäftsführer des Zweckverband Rheintaler Binnenkanalunternehmen. Auch die Chancen des Industriestandorts Rheintal hob er hervor.

Gut bohrte weiter: «Und politisch?». Urs Müller gab zu bedenken, dass Fusionen nicht von oben diktiert werden dürfen, wie das Beispiel Rebstein-Marbach gezeigt hat. Der Wunsch zu einer Fusion müsse aus der Bevölkerung kommen, vor allem aus der Bevölkerung des kleineren Fusionspartners.

Und da wolle er zuerst die Stimmung in Rheineck besser kennenlernen. Das war übrigens ein Argument, das der führungserfahrene Urs Müller immer wieder auf den Tisch legte: Erst nach Rheineck ziehen und die Stimmung besser kennenlernen. «Zuerst schauen, dann erst entscheiden.»

Möglichst schnell nach Rheineck ziehen

Deshalb habe er sich auch entschlossen, sofort nach seiner allfälligen Wahl Ende Mai in Rhein-eck eine Wohnung zu suchen; möglichst schnell nach Rheineck zu ziehen, um dort bis zu seinem Amtsantritt am 1. November Fuss zu fassen. Nur so könne er fühlen, wo den Rheineckern der Schuh drückt. Er will mit den Leuten ins Gespräch kommen: «Ich diskutiere gern und sehe gerne über den Tellerrand meiner eigenen Meinung hinaus.»

Damit und mit all seinen Antworten auf die Fragen des Moderators und die wenigen Fragen, die in der anschliessenden Diskussion aus dem Publikum kamen, erwies sich Urs Müller als kompetente Persönlichkeit und valabler Stadtpräsidentenkandidat: Besonnen, teamfähig und doch immer klar zielgerichtet.

So konnte Peter Gut nach einer abwechslungsreichen und informativen Stunde den humoristischen Schlussstrich ziehen: «Wer jetzt noch Fragen hat, der hat nicht zugehört.»

Und zu Urs Müller sagte er: «Wenn Sie gewählt werden, kommen die weiteren Fragen nach Amtsantritt dann schon noch.»