Eine Einheit – zwei Stossrichtungen

Am 38. Firmenabend der Wüst Metallbau AG, Altstätten, galt das Hauptthema der künftig als zwei Unternehmen auftretenden Wüst Metallbau AG und der Karl Wüst AG. Doch beide Firmen ziehen am selben Strang.

René Jann
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Treue Mitarbeitende: Seitens der Geschäftsleitung ehrten Karl Wüst (Zweiter von links) und Walter Wüst (rechts) die langjährigen Mitarbeitenden als bewährte Stützen im Betrieb. (Bild: René Jann)

Treue Mitarbeitende: Seitens der Geschäftsleitung ehrten Karl Wüst (Zweiter von links) und Walter Wüst (rechts) die langjährigen Mitarbeitenden als bewährte Stützen im Betrieb. (Bild: René Jann)

ALTSTÄTTEN. Verwaltungsratspräsident Christoph Senti informierte über die im Zuge einer einvernehmlichen Nachfolgeregelung entstandenen zwei eigenständig agierenden Unternehmen. Karl Wüst – er ging im vergangenen Sommer in Pension – erklärte dazu unmissverständlich: «Wir bleiben von aussen her nach wie vor eine Einheit, aber mit zwei Stossrichtungen.» Die neue Karl Wüst AG verstehe sich eben als kleines Rädchen im Getriebe der Wüst Metallbau AG, welcher er sein ganzes Know-how zur Verfügung stelle.

Volle Auftragsbücher

Walter Wüst blickte mit grosser Genugtuung auf das vergangene, teils recht hektische Geschäftsjahr mit vollen Auftragsbüchern zurück. Besonders gefordert sei das Unternehmen Wüst Metallbau im Messestandbau gewesen. Mit Stolz habe man am Rolex-Stand gearbeitet, der nun im kommenden Frühjahr an der «Basel World» (ehemalige Uhren- und Schmuckmesse in Basel) zu sehen sei. Der Auftrag für die Nummer 1 der Uhrenindustrie fordere auch im kommenden Jahr noch höchsten Einsatz. Auch der Messestand von Swarovsky bedeute eine grosse Herausforderung. Der Umsatz, so Walter Wüst, habe im Bereich Messebau noch einmal gesteigert werden können. Um aber den Bereich Bau als eigentliches Kerngeschäft der Wüst Metallbau AG nicht zu vernachlässigen, hätten gar weitere Messebauten abgesagt werden müssen. Vom Messebau würden aber auch diverse Unternehmen aus der Region als Zulieferer profitieren. Die Messebau-Spezialisten aus dem Rheintal seien 2013 wieder in Basel, Genf, Hannover, Frankfurt sowie auch in Paris und Moskau im Einsatz. Dank schöner Aufträge in der engeren und weiteren Region sei der Stahlbau mit einem Plus von 20 Prozent überaus erfolgreich gewesen. Dasselbe gelte auch für die Sparte Leichtmetallbau. Beim Fassadenbau und bei der Spenglerei habe man das Vorjahresergebnis halten können. Insgesamt wurden 224 Grossaufträge und 292 mittlere und kleine Aufträge zur besten Zufriedenheit der Kunden erledigt.

In die Zukunft investiert

Mit Blick in die Zukunft hat die Wüst Metallbau AG im vergangenen Jahr in ein neues Bearbeitungscenter investiert. Die neue Fräse, so Walter Wüst, sei um 40 Prozent schneller als das alte Modell aus dem Jahr 1995. Im ersten Halbjahr 2013 sei das Unternehmen vor allem im Messebau stark gefordert, erklärte Walter Wüst in seinem kurzen Ausblick. Hinzu kämen grössere Bauten in Zürich und im Raum St. Gallen, Gossau und Rapperswil. Wüst zeigte sich auch fürs zweite Halbjahr recht zuversichtlich. Da bestünden trotz vernichtendem Preiskampf ebenfalls beste Aussichten auf den Bau von weiteren schönen Objekten. «Wir wollen dranbleiben und vor allem den Bau als unser eigentliches Kerngeschäft pflegen», sagte der Firmeninhaber. Dabei wurde sein Optimismus noch gestärkt durch die Aussage vom Firmeninhaber der Karl Wüst AG: «Ich habe für die Zeit ab April noch einige Pfeiler im Köcher und werde mich dafür einsetzen, dass es gut weiterläuft», versprach Karl Wüst.

Ehrungen

Walter und Karl Wüst gratulierten den jungen Berufsleuten Philipp Hasler, Reto Keel, Sina Weishaupt und Rolf Gschwend zu den erfolgreichen Lehrabschlüssen. Philipp Hasler erreichte mit der Note 5,6 gesamtschweizerisch gar das beste Ergebnis bei den Metallbaukonstrukteuren.

Traditionsgemäss wurden die langjährigen Mitarbeitenden geehrt. Für fünf Jahre: Murat Bayuzman, Joel Breu, Reto Crescente, Jozo Dobrinjkic, David Kläui, Rodrigo Angst und Pierangelo Grassi; für zehn Jahre: Sandro Oehler; für 20 Jahre: Nadine Ritter und Radenko Vukovic; für 25 Jahre: Remo Langenegger. Mit einem feinen Festtagsbuffet, zubereitet vom Team der Montlinger «Hirschen»-Küche unter der Leitung von Markus Schegg und Daniel Breu, liessen die Wüst-Familien mit deren Mitarbeitenden und Angehörigen das alte Geschäftsjahr ausklingen. Für das kommende 2013 wünschten Walter und Karl Wüst alles Gute.

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