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Eine bessere Schweiz für die nächste Generation

Seit mehr als zehn Jahren findet die 1.-August-Feier im Schwimmbad Aegeten statt. Erstmals wurden gestern viele Sonnenschirme aufgespannt. Nationalrat Nicolo Paganini trat als Referent auf.
Susi Miara

Für 550 Gäste hat das Schwimmbadteam Plätze bereit gemacht. Vermutlich wegen der hohen Temperaturen blieben diesmal jedoch einige leer. Diejenigen, die den Weg ins Schwimmbad fanden, wurden mit einem reichhaltigen Frühstück und einem kühlen Apéro belohnt.

Seit über zehn Jahren organisiert der Gemeinderat die 1.-August-Feier. «Mit dieser Feier und dem Gratisbrunch fanden wir eine würdige Form, den Bundesfeiertag zu begehen», sagte die Widnauer Gemeindepräsidentin Christa Köppel.

Das gemeinsame Frühstück sei auch ein Symbol für die Gemeinschaft und der richtige Zeitpunkt zum Nachdenken. Jedes Jahr versuche der Gemeinderat, einen Referenten zu finden, der neue Inputs zum Leben und Zusammenleben vermitteln könne.

Mit Nationalrat Nicolo Paganini konnte die Gemeindepräsidentin eine Persönlichkeit präsentieren, die auch einen Bezug zum Rheintal hat. Während seiner Zeit als Chef des Amtes für Wirtschaft habe er einen Beitrag an die Entwicklung des ehemaligen Viscose-Areals leisten können.

Der Nationalrat kennt das Rheintal ganz gut

Während dieser Zeit habe sich auch sein Respekt gegenüber der Region entwickelt. Sein heutiges Bild des Rheintals bestehe aus fantastischen Unternehmen, die weltweit wettbewerbsfähig sind, aus einem ganz besonderen, grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, aus leistungsfähigen, sehr guten Böden der produzierenden Landwirte, einem Naherholungsparadies – und aus Menschen, die sehr direkt sind, bei denen man aber immer weiss, woran man ist und die stolz darauf sind, Rheintaler zu sein.

In seiner Ansprache setzte er sich mit der Frage, was eigentlich am 1. August gefeiert wird, auseinander. «Die Gründung der Schweiz», war seine spontane Antwort darauf. Ganz so einfach sah Paganini es dann aber doch nicht, denn die Schweiz wurde nie «gegründet», nicht mit dem Bundesbrief von 1291, und auch nicht am 8. November 1307, als der Rütlischwur stattfand – und auch nicht am 12. September 1848, als die erste Bundesverfassung geschaffen wurde.

«Alle drei Daten bilden einen Mythos, der dem jungen Nationalstaat Schweiz im ausgehenden 19. Jahrhundert eine Legitimation gab», so Paganini. Der Bundesbrief, der Rütlischwur und der Tell-Mythos hätten somit weniger mit der Gründung der Schweiz als mit einer geistigen Grundlage der Schweiz zu tun. «Was also können wir unseren Mythen für die Zukunft entnehmen?», fragte Paganini und versuchte, die Schlagworte Solidarität, Freiheit und Wandel mit Beispielen zu veranschaulichen.

Nichts dazu beigetragen, Schweizer zu sein

Auch er zähle sich zu denen, die stolz darauf sind, Schweizer zu sein. Dabei habe er aber gar nichts dazu beitragen müssen, in der Schweiz geboren zu werden. «Stolz sein dürfen wir zuerst einmal auf die Leistungen, die viele Generationen vor uns erbracht haben», sagte Paganini. «Den eigenen Stolz auf das Schweizersein müssen wir uns in unserem Leben zuerst noch verdienen.»

Möglich sei dies in ganz verschiedenen Formen, etwa in der Familie, am Arbeitsplatz, im Verein, in der Gesellschaft oder in der Politik. «Unser Ziel muss es sein, der nächsten Generation eine bessere Schweiz zu hinterlassen, als wir sie angetreten haben. Erst dann dürfen wir stolz darauf sein, Schweizer zu sein.»

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