Einbrecher muss ins Gefängnis

Ein 44-Jähriger, der wegen mehrfachen gewerbsmässigen Diebstahls vor dem Kreisgericht gestanden war, wurde zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.

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ST. MARGRETHEN/ALTSTÄTTEN. Der 44-jährige Schweizer kehrte im Sommer 2013 nicht aus dem Hafturlaub in die Strafanstalt Saxerriet zurück und begab sich stattdessen fast drei Wochen lang auf Diebestour (Ausgabe vom 7. Januar). Begonnen hat die Einbruchserie, als der Mann zu spät von einem Pokerturnier in Bregenz nach St. Margrethen zurückkehrte, lange nach der letzten Zugverbindung Richtung Salez.

Lieferwagen war Streitpunkt

Auf dem Parkplatz vor der St. Margrether Dosenbach-Filiale habe er gegen vier Uhr früh einen Lieferwagen mit steckendem Schlüssel stehen sehen, mit dem er zu seinem ersten Einbruch-Ziel fuhr. Ein Streitpunkt der Verhandlung blieb der weisse Lieferwagen der St. Margrether Möbeltraum GmbH. Die Staatsanwaltschaft und der Besitzer des Wagens waren sich sicher: Das Fahrzeug war nicht mit offener Tür vor der Dosenbach-Filiale parkiert, sondern abgeschlossen vor dem Geschäft an der Industriestrasse. Der Schlüssel sei bei einem Einbruch in der selben Nacht gestohlen worden. Der Angeklagte war meistens geständig, diese Tat bestritt er jedoch.

Die Staatsanwaltschaft forderte im Wesentlichen, der Mann sei zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 93 Tagen zu verurteilen, ausserdem zu einer Busse von 600 Franken. Das Kreisgericht sprach den Täter nun vom Vorwurf des Diebstahls, des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung in der Möbeltraum GmbH frei, ebenso von drei weiteren Einbrüchen und der Sachbeschädigung an Patrouillenfahrzeugen der Polizei.

Zivilweg für Geschädigte

Nicht so von den restlichen Vergehen: Neun Einbrüche, vor allem in Berg- und Seilbahnunternehmen, der Diebstahl des Lieferwagens, Fahren ohne Führerschein und die Verletzung von Verkehrsregeln wurden ihm angelastet. Der 44-Jährige wird zu einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten unter Anrechnung der Untersuchungshaft und zu einer Busse von 500 Franken verurteilt. Die finanziellen Forderungen der Geschädigten werden auf den Zivilweg verwiesen. (seh)

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