Einbrecher erbeuten 4,5 Millionen Franken

ST. GALLEN. Die Kantonspolizei St. Gallen registrierte in der Zeit zwischen Ende Oktober 2013 und Ende Februar 2014 rund 1000 Einbruch- und Einschleichdiebstähle mit einer Deliktsumme von rund 4,5 Millionen Franken. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Franken.

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Die Spurensicherung der Kantonspolizei musste 670-mal ausrücken. (Bild: Urs Jaudas)

Die Spurensicherung der Kantonspolizei musste 670-mal ausrücken. (Bild: Urs Jaudas)

ST. GALLEN. Die Kantonspolizei St. Gallen registrierte in der Zeit zwischen Ende Oktober 2013 und Ende Februar 2014 rund 1000 Einbruch- und Einschleichdiebstähle mit einer Deliktsumme von rund 4,5 Millionen Franken. Der angerichtete Sachschaden beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Franken.

Dies entspreche in etwa den Zahlen des Vorjahres, sagt Mediensprecher Hanspeter Krüsi. «Entgegen Wahrnehmung seitens der Bevölkerung ist die Gesamttendenz der Einbrüche hingegen rückläufig».

300 tatverdächtige Personen

In rund 300 Fällen konnten die Beamten den Bezug zu einer tatverdächtigen Person herstellen. In der Folge nahmen sie mehrere Beschuldigte fest. Bei einem Drittel der Festgenommenen handelt es sich um rumänische Kriminaltouristen. Diese seien momentan sehr aktiv, sagt Krüsi. «Die Vorfälle mit rumänischen Kriminaltouristen nahmen gegenüber dem Vorjahr zu.»

Aufgrund der Erfahrungen aus vergangenen Jahren intensivierte die Kantonspolizei St. Gallen ihre Fahndungs- und Ermittlungstätigkeit von Ende Oktober bis Ende Februar. Im Rahmen einer Kampagne bezog sie auch die Bevölkerung in die Ermittlungen mit ein.

Den Einbrechern zuvorkommen

In einem neu geschaffenen Lagezentrum wurden sämtliche Informationen aufbereitet. «Durch das Lagezentrum konnten wir die Einbrüche visualisieren und die Strategie, Einbruchsschwerpunkte und mögliche Routen der Einbrecher ausmachen», sagt Hanspeter Krüsi. So seien die Polizisten den Einbrechern in einigen Fällen zuvorgekommen. Die Arbeitszeiten der Patrouillen in Zivil und in Uniform wurden dementsprechend angepasst. Bei 670 Einbrüchen rückte der Kriminaltechnische Dienst der Kantonspolizei St. Gallen in diesen vier Monaten aus. Dabei wurden über 1000 Spuren gesichert. Parallel dazu wendeten die Beamten verschiedenste Ermittlungsverfahren an, werteten Hinweise und Befragungen aus, verglichen Spuren und nahmen Abklärungen über Tatverdächtige vor.

So gelang es den Ermittlern, mehrere Beschuldigte zu eruieren, denen ungefähr 300 Tatbestände zugeordnet werden konnten.

Rund 50 Personen aus 19 Ländern wurden verhaftet. Ob es sich dabei um Einzel- oder Serientäter handelt, werde sich erst bei Abschluss der Ermittlungen zeigen, sagt Hanspeter Krüsi.

In der Region Fürstenland-Neckertal zählte die Polizei 249, in der Region Bodensee-Rheintal 185, in der Region Werdenberg-Sarganserland 189 und im Linthgebiet-Toggenburg 128 Einbrüche. Am meisten eingebrochen wurde in der Stadt St. Gallen: Dort schlugen die Täter 271-mal zu. (nh)