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Ein Zirkus plakatierte illegal

ALTSTÄTTEN. Verärgerung beim Circus Royal wegen fremder Plakate. Pflichtbewusst hat man selbst eine Bewilligung eingeholt und Gebühren bezahlt, während ein anderer Zirkus einfach drauflos plakatierte.
Gert Bruderer
Unrechtmässig platzierte Plakate eines bayrischen Zirkus erregten den Unmut des Schweizer Circus Royal, der ab heute in Altstätten spielt und für seine Plakate eine Bewilligung einholte. (Bild: Gert Bruderer)

Unrechtmässig platzierte Plakate eines bayrischen Zirkus erregten den Unmut des Schweizer Circus Royal, der ab heute in Altstätten spielt und für seine Plakate eine Bewilligung einholte. (Bild: Gert Bruderer)

Von heute bis am Sonntag gibt der Circus Royal mehrere Vorstellungen auf der Altstätter Allmend. Um die Bevölkerung auf diese Vorstellungen hinzuweisen, hat der Zirkus entlang viel befahrener Strassen viele Plakate aufgehängt – und sich dabei an die geltenden Bestimmungen gehalten. Das heisst: Es wurde ein Bewilligungsgesuch eingereicht und fürs Plakatieren bezahlt.

Ungleiche Spiesse

Als dieser Tage ein Angestellter des Circus Royal von Oberriet Richtung Altstätten fuhr, war seine Verwunderung gross: Am Oberrieter Ortsausgang – nur drei, vier Kilometer vom Altstätter Spielort des Circus Royal entfernt – prangten mehrere grossformatige Konkurrenzplakate am Strassenrand. Ein in Vorarlberg gastierender, bayrischer Zirkus hatte für die Werbung mit diesen Plakaten keine Bewilligung eingeholt und demnach auch keine Gebühr bezahlt.

Diese Unterlassung bestätigt auf Anfrage Sepp Hutter, Chef Verkehrstechnik beim Kanton. Nils Clemens vom Marketing- und Pressebüro des Circus Royal spricht von ungleichen Spiessen. Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen habe es ein Zirkus schwer genug; da sei es doppelt ärgerlich, wenn die Konkurrenz sich unfair verhalte.

Zirkus Kaiser erhält Post

Nicht nur der Circus Royal hat die Plakatierung durch den bayrischen Zirkus Alex Kaiser gemeldet.

Auch von anderer Seite, sagt Sepp Hutter, sei man auf das unbewilligte Plakatieren hingewiesen worden.

Der bayrische Zirkus, dem die hierzulande geltende Bewilligungspraxis vielleicht nicht bekannt war, erhält nun ein Schreiben und wird aufgefordert, das vorgeschriebene Bewilligungsverfahren einzuleiten. Sollte das Schreiben ignoriert werden, droht eine Verzeigung.

Pro Gemeinde bezahlen

Das Werben mit Plakaten kann für einen Zirkus recht kostspielig sein. Platziert er die Plakate entlang von Kantonsstrassen, muss er beim Kanton eine Bewilligung einholen; wird in mehreren Gemeinden entlang der Staatsstrasse mit Plakaten geworben, sind dem Kanton pro Gemeinde 100 Franken zu bezahlen.

Werden zusätzlich Plakate entlang von Gemeindestrassen aufgehängt, ist zudem in jeder einzelnen Gemeinde eine Bewilligung einzuholen – und ebenfalls eine Gebühr zu entrichten.

Kanton ist «kein Rappenspalter»

Dass unbewilligt angebrachte Plakate von Bauamtsmitarbeitern kurzerhand entfernt werden, ist keine Seltenheit. Andererseits gebärde man sich beim Kanton nicht als Rappenspalter, sagt Hutter. So könne es zum Beispiel vorkommen, dass im Raum Heerbrugg plakatiert werde und total bloss 100 Franken zu bezahlen seien, obwohl vielleicht verschiedene Gemeinden tangiert seien.

Royal in Altstätten: 16./17. Juli je 15 und 20 h; 18. Juli 10.30 und 15 h

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