Ein verspäteter Weihnachtskomet

HEERBRUGG. Gespannt wurde die Landung der Sonde Philae auf dem Kometen Churi im November des letzten Jahres erwartet: Als sich die Landeeinheit vom Mutterschiff Rosetta löste, standen viele Geheimnisse dieser sonderbaren Schweifsterne noch in den Sternen.

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HEERBRUGG. Gespannt wurde die Landung der Sonde Philae auf dem Kometen Churi im November des letzten Jahres erwartet: Als sich die Landeeinheit vom Mutterschiff Rosetta löste, standen viele Geheimnisse dieser sonderbaren Schweifsterne noch in den Sternen. Auch wenn nicht ganz alles nach Plan verlief, war die erfolgreiche Landung auf einem derartigen Himmelskörper eine Sensation sondergleichen. Wochen später, als das Licht auf dem kleinen Landemodul längst ausgegangen war (nicht auf der grösseren Hauptsonde, die nach wie vor den Kometen umkreist), kamen erste Resultate der Wissenschafter der Uni Bern: Nun wissen wir, dass das Wasser, das den Rhein hinunterfliesst, nicht gleichen Ursprungs ist wie das gefrorene Wasser auf dem fernen Kometen «Churi», der nun eng begleitet von «Rosetta» auf die Sonne zurast. Es ist damit zu rechnen, dass 2015 weitere Geheimnisse der fernen Himmelsboten gelüftet werden.

Ganz unerwartet hingegen ist ein anderer, etwas verspäteter Weihnachtskomet mit dem reizenden Namen Lovejoy in Erscheinung getreten. Er lässt sich mit dem Feldstecher noch diesen Monat verfolgen. Die Sternwarte der Kantonsschule Heerbrugg richtet am Freitag, 9. Januar, die grossen Teleskope gen Himmel: Es werden diverse Himmelsobjekte gezeigt und erklärt. Bei klarem Wetter beginnt der Anlass um 19.30 Uhr in der Eingangshalle der Kantonsschule Heerbrugg. Ein Ersatztermin für schlechtes Wetter ist am Samstag, 10. Januar, ebenfalls um 19.30 Uhr geplant. Interessierte werden gebeten, sich über die Durchführbarkeit ab spätestens 18 Uhr im Internet unter www. ksh.edu/infrastruktur/sternwarte/aktuell.html oder unter Telefon 071 727 01 58 zu informieren. (pd)