Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein Treff der 1000 Möglichkeiten

BERNECK. Der noch junge Jugendtreff Berneck will ein Ort sein für aktive Jugendliche, die ihre eigenen Projekte in Angriff nehmen wollen. Kommt diese Idee an? Eine Frage, die wir anlässlich des Tages der offenen Tür den Jugendlichen stellten.
Maya Schmid-Egert
Ein Töggeli-Kasten gehört einfach in einen Jugendtreff. (Bilder: Maya Schmid-Egert)

Ein Töggeli-Kasten gehört einfach in einen Jugendtreff. (Bilder: Maya Schmid-Egert)

BERNECK. Gewisse Dinge ändern sich nie. So schmettert einem beim Eintreten ins alte Sekundarschulhaus doch tatsächlich der alte Prince-Song «Purple Rain» entgegen – eine Erinnerung an die eigene Jugendclub-Zeit.

Selbst die Einrichtung erinnert an früher. Der erste von zwei Räumen ist in Schummerlicht getaucht, die Läden geschlossen, an den Wänden die obligaten Lichterketten. Bestückt ist das wohl ehemalige Klassenzimmer mit einer Tanzfläche, einer selbstgebauten Holzbar und einer Sofaecke mit Grossbild-TV.

Es fehlt an nichts

Am Mittwochnachmittag und Freitag (wenn «Männerabend» ist) halten sich hier vor allem die Knaben am liebsten auf. «Was gefällt Euch am Treff am besten?», wollen wir von jenen sechs wissen, die sich nach eigenen Angaben regelmässig seit Eröffnung vor einem halben Jahr hier aufhalten. «Einfach alles – und dass meine Kollegen hier sind», antwortet Stefan Rech. Yannick Köhli findet das Treff-Team mit Steven Marx und Heidi Peter nett und spielt am liebsten Playstation, genauer: das Fussball-Game. Marc Klopfenstein fand die Schnitzeljagd durchs Dorf mit GPS, den Graffiti-Workshop und das Gokart-Fahren «cool», während Lukas Schürpf und die Brüder Lukas und Kevin Seitz unisono der Meinung sind: «Hier ist es nie langweilig.» «Fehlt etwas?», lautet die Anschlussfrage. Stefan Rech: «Nein, wer eigene Ideen wie zum Beispiel eine Party hat, kann sie anmelden und dann wird einem geholfen.»

Raum zwei des Jugendtreffs ist das Freizeit-Refugium der Mädchen. Hier machen sie ihre eigene Kunst, eine Batterie an Leinwänden, Maltuben, Pinseln und Technikbüchern steht bereit. Dass die Mädchen, die hier vor allem am Mittwochnachmittag und am Donnerstagabend werken, fleissig waren, ist an den vielen dekorativen Bildern, die am Samstag an den Wänden hängen, ersichtlich. Auch am selber hergestellten Schmuck. Am Balgacher Weihnachtsmarkt soll alles verkauft werden. Was am Mädchenabend, der mittwochs stattfindet, gemacht wird, wurde am Samstag den besuchenden Eltern und Geschwistern gezeigt: Einstudierte Hip-Hop-Tänze zu Rhythmen von Beyoncé und Destiny's Child.

«Es macht einfach Spass»

«Was gefällt Euch am besten?», geht die Frage auch an die Tanzgruppe. Was folgt, ist grosses Gelächter. Mit der gleichen Engelsgeduld wie sie ihrer Grossmutter vermutlich erklären würde, wer Justin Bieber ist, erklärt Sara Moser dann: «Weil's einfach Spass macht.» Schon verstanden: Gewisse Dinge ändern sich nie.

Die Mädchen gaben am Tag der offenen Tür eine Tanzeinlage zum Besten.

Die Mädchen gaben am Tag der offenen Tür eine Tanzeinlage zum Besten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.