Ein Traum wird Realität

Heute Donnerstagabend wird der Altstätter Yves Zellweger erstmals beim besten Meeting der Schweiz, dem Diamond-League-Meeting Weltklasse Zürich, im Weitsprung antreten.

Michele Bellino
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Yves Zellweger ist der Acht-Meter-Springer aus dem Rheintal. (Bild: Michele Bellino)

Yves Zellweger ist der Acht-Meter-Springer aus dem Rheintal. (Bild: Michele Bellino)

LEICHTATHLETIK. Weltklasse Zürich bietet auch in diesem Jahr ein Programm, das dem Namen des Meetings gerecht wird. In den angebotenen Disziplinen treten fast ausschliesslich Teilnehmer der diesjährigen Weltmeisterschaft an. So auch die meisten Weltmeister. Mittendrin sind auch mehrere Schweizer Topathleten. Die Organisatoren des Meetings Weltklasse Zürich unterstützen wieder zahlreiche Schweizer Athletinnen und Athleten mit einem Startplatz. Yves Zellweger vom KTV Altstätten hat sich diesen Startplatz mit seinem erstmaligen Sprung über acht Meter verdient.

Kindheitstraum erfüllt sich

Für den 26-jährigen Athleten geht damit ein Kindheitstraum in Erfüllung. Es war und es ist eines seiner grössten Ziele, die er in seiner Karriere erreichen wollte. «Ich habe lange für diesen Traum gearbeitet. Habe viel Zeit, Engagement und Training investiert. Nun kann ich ernten und werde mit diesem Start belohnt», sagt er mit grosser Freude. Er will die spezielle Atmosphäre geniessen, setzt sich aber klare Ziele. Er will sich von der besten Seite zeigen und natürlich vom Heimbonus profitieren. Freuen tut er sich auf das fachkundige Publikum, das ihn zu grossen Weiten anfeuern wird. Unter ihnen werden auch viele Freunde und Bekannte sein. «Vor so vielen bekannten Gesichtern zu springen, ist eine grosse Motivation.» Druck verspüre er nicht, denn er könne nichts verlieren.

Teilnehmerfeld weltmeisterlich

Der Weitsprung-Wettkampf ist das Finale des Diamond Race. Die ersten acht Weitspringer der Weltmeisterschaft werden versuchen, den prestigeträchtigen Sieg zu holen. So auch der amtierende Weltmeister aus Russland, Aleksandr Menkov, der auch im Diamond Race die Führung innehat. Der Start gegen die Besten der Welt ist für Zellweger eine grosse Ehre. Er wird zudem diesen speziellen Wettkampf nutzen, um Erfahrung im internationalen Feld zu sammeln und sich für das nächste grosse Ziel vorzubereiten. In einem Jahr wird er an gleicher Stätte an der EM starten. Dann wird er auf viele Gesichter wieder treffen, da die weltweite Weitsprung-Spitze fast ausschliesslich aus Europa ist. Schlag auf Schlag geht es dann für Yves Zellweger weiter.

Am Wochenende in Berlin

Am Wochenende wurde er zu einem Meeting in Berlin eingeladen. Auch dort wird er auf ähnlich starke, wenn nicht die gleichen Gegner treffen. Er wird dann nach vier Jahren wieder auf die blaue Bahn des Olympiastadions zurückkehren, wo er 2009 seinen ersten Start im Schweizer Nationaldress erleben durfte.