Ein strenges Jahr ist geschafft

DIEPOLDSAU. «Wir mussten den Veruntreuungsfall über die Bühne bringen», sagte Präsident Georg Hutter. Es ist dem Rat gelungen, es wurde gestern keine Kritik laut.

Monika von der Linden
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Marina Riedmaier (v.l.), Colette Frei und Andy Frei sind erstmals an einer Ortsbürgerversammlung. Präsident Georg Hutter schenkt den Jungbürgern einen Konsumations-Gutschein für den «Schwamm» (Bild: Monika von der Linden)

Marina Riedmaier (v.l.), Colette Frei und Andy Frei sind erstmals an einer Ortsbürgerversammlung. Präsident Georg Hutter schenkt den Jungbürgern einen Konsumations-Gutschein für den «Schwamm» (Bild: Monika von der Linden)

DIEPOLDSAU. Immer wieder liess er es gestern Abend einfliessen. Präsident Georg Hutter versuchte an der Bürgerversammlung nicht, etwas zu beschönigen oder zu verschweigen. Die Ortsgemeinde Diepoldsau hatte im vergangen Jahr einen Veruntreuungsfall zu bewältigen. Die Aufarbeitung ist dem Verwaltungsrat wohl gelungen. Das Geld ist wieder gutgeschrieben und die Bürgerinnen und Bürger sahen gestern im Freihof keinen Anlass zu einer Diskussion.

Sie genehmigten denn auch Jahresrechnung sowie Budget ohne Diskussion und einstimmig. Der Ertragsüberschuss im Jahr 2013 beträgt 22 298 Franken. Veranschlagt waren 300 Franken Überschuss. Der Rat rechnet für das Jahr 2014 mit einem Überschuss von 24 334 Franken.

In der allgemeinen Umfrage wollte Gust Weder erfahren, wie sich die Ortsverwaltungsrat zum «Freihof» verhalte, weil die Ortsgemeinde Schmitter eine Beteiligung beschlossen hat. «Wir erhielten von der Politischen Gemeinde und Schmitter eine Anfrage für eine Beteiligung», sagte Georg Hutter. Die sei aber zu kurzfristig gekommen. «Wir bieten Hand an einem Nutzungskonzept mitzuarbeiten.» Es bestehe noch kein Druck, sich schnell zu entscheiden. Es sei nicht richtig und nötig, sich überfahren zu lassen. Eine Entscheidung fiele sowieso an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung, sagte Hutter

Eine weitere Votantin monierte, ein Pächter würde Unkrautvernichtungsmittel zwischen dem Gemüse spritzen. Der Präsident nahm die Anmerkung zur Prüfung auf. Alle Pächter seien verpflichtet sorgfältig mit dem Land umzugehen, sagte er.

Nach gut einer Viertel Stunde schloss Georg Hutter die Versammlung und eröffnete den Bürgerabend. Zur Unterhaltung hatte er Otto Hofer engagiert. Der Lustenauer Mundartdichter gab Anekdoten und Geschichten zum Besten. Zum Dessert gab es eine Diepoldsauer Ribeltorte Hampi Dörig hat das Rezept im Auftrag der Ortsgemeinde kreiiert. «Es ist eine spezielle Torte», sagte Hutter. «Wir sind auch eine spezielle Ortsgemeinde.»