Ein stimmungsvoller Heimatabend

BALGACH. Der Männerchor Liederkranz Balgach hat am Samstagabend in der voll besetzten Mehrzweckhalle mit dem Programm «Musig us de Schwyz» und dem Schwank «Hesch susch no en Wunsch» das Publikum glänzend unterhalten.

René Jann
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Der Männerchor Liederkranz Balgach brachte «Musig us de Schwyz» zu Gehör. (Bild: René Jann)

Der Männerchor Liederkranz Balgach brachte «Musig us de Schwyz» zu Gehör. (Bild: René Jann)

Nach den präsidialen Grussworten von Andreas Nüesch führte Dirigent Martin A. Lechner im «Ticino e vino» gleich in den Süden des Landes. Dölf Schelling sorgte am Piano für den musikalischen Hintergrund. Die fröhliche Ausstrahlung der Sängerschar hätte sich bestimmt den gluschtig besungenen «Barbera per me» mehr als verdient gehabt. Schmissig ging es im Programm weiter mit dem bekannten Tessiner Soldatenlied «Quattro cavai che trottano».

Hoch und Tief intoniert

Die Tessiner Lieder wurden abgerundet mit dem sentimentalen Titel «Stets i truure», einem weniger bekannten Volkslied von Mario Thüring. Ebenso träfe folgte darauf aber der Ohrwurm «Noch em Räge schiint d'Sunne» von Arthur Beul. Vom selben Komponisten stammte auch «Swing in Switzerland». Dirigent Martin A. Lechner wusste die Register seines Chorkörpers geschickt einzusetzen und dem begleitenden «Holadulidu» im Hintergrund Farbe zu geben. Dies ist auch Dölf Schelling am Klavier bestens gelungen.

«Ganz de Bappe», ein Erfolgssong des Trio Eugsters, lebte von den träfen Einwänden von Andi Nüesch im Tenor. Bei der abschliessenden Hymne auf die Heimat, dem «Abendlied», besser bekannt als «Luegid vo Berg und Tal», sprang der Funke aufs Publikum über, das die feierliche Weise mitsummte und mitsang. Mit der Zugabe «Avanti allegra Banda» wurde die begeisterte Zuhörerschaft noch einmal ins Tessin entführt. Ein lang anhaltender Applaus war verdiente Anerkennung für Martin A. Lechner als Dirigent und Dölf Schellings Begleitung am Klavier.

Posse fürs Gemüt

Im zweiten Teil des Abends öffnete sich der Vorhang für den Schwank «Hesch susch no en Wunsch». Nachdem Röbi Rufli (Martin A. Lechner) und sein Freund Herbert (Livio Crameri) einmal mehr das Wochenende auf einem Fest zugebracht hatten, kam Bewegung auf den Haldenhof und die benachbarte Haldenmühle. Vater Hans Rufli (Andi Nüesch) wäre es recht, wenn sein Sohn eine Frau auf den Hof bringen würde. So geschah es für alle fast unerwartet, dass Gerda (Tina Baumgartner) als die von Röbi auf dem Fest Angelachte auf den Hof kam. Dabei wurden Lisi (Ruth Lechner) als Haushälterin am Hof, Tobias (Bruno Zünd) als Besitzer der Haldenmühle und dessen Cousine Amalie (Barbara Oehler) in die Turbulenzen am Haldenhof einbezogen. Gerda entpuppte sich aber bald als wenig bodenständige zukünftige Bäuerin. Vielmehr entspannte sich die Kosmetikerin aus der Stadt auf dem Bauernhof. Während Hans, Röbi und Tobias Gerda am liebsten wieder losgeworden wären, spannten die Frauen zusammen und hielten Gerda von der Abreise ab. Sie profitierten schliesslich von deren Schönheitstips. Die Turbulenzen spitzten sich zu, bis schliesslich Amalie die Lösung präsentierte, nämlich aus Mühle und Bauernhof eine Schönheitsfarm zu machen.

Einmal mehr sind die Laienschauspieler im turbulenten Schwank unter der Regie von Ruth Coray und Marianne Kehl über sich hinausgewachsen und sorgten für viele heitere Momente auf der Bühne.

Lisi und Amalie machen Tobias für die neue Aufgabe als Besitzer einer Schönheitsfarm fit.

Lisi und Amalie machen Tobias für die neue Aufgabe als Besitzer einer Schönheitsfarm fit.

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