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Ein starkes Zeichen für den Holzbau

Der bald fertige Rhyboot-Neubau ist eine der grössten entstehenden Holzbauten der Ostschweiz. Er setzt für den Rheintaler Holzbau ein starkes Zeichen.
Barbara Heuberger
Arthur Löhrer und Pascal Meng sind auf der Rhyboot-Baustelle für den Holzbau zuständig. (Bild: Barbara Heuberger)

Arthur Löhrer und Pascal Meng sind auf der Rhyboot-Baustelle für den Holzbau zuständig. (Bild: Barbara Heuberger)

Es wurden rund 1500 Kubikmeter Rundholz aus St. Galler und Appenzeller Wäldern verarbeitet. Weil bei der Holzverarbeitung, z. B. beim Sägen, Hobeln, Fräsen, immer viel Holz als überschüssiges Material wegfällt (als so genannter Verschnitt), sind letztlich 650 Kubikmeter verwendet worden.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll

Dieses Holz wurde auf grossen Flächen verbaut: als Dachschalung auf 2500 m2 und in Form von Dreischichtplatten (rund 2000 m2). Der Rhyboot-Neubau ist beste Werbung für den Gebrauch von einheimischem Holz. Ausgeführt werden die Zimmermannsarbeiten von der Firma DM-Bau in Oberriet. Arthur Löhrer (Leiter Avor und Planung) sowie Pascal Meng (Leiter Produktion und Montage) sind dort für das Rhyboot-Projekt zuständig. Zumal man sonst in der ganzen Schweiz unterwegs sei, werde der Auftrag von der Belegschaft sehr geschätzt, sagt Arthur Löhrer.

Dank der Nähe des Unternehmens zur Baustelle fallen weniger Transportkosten und Spesen an, was natürlich auch ökologisch sehr sinnvoll sei, sagt Pascal Meng. Allerdings war angesichts der enormen Holzmenge aus der Region deutlich mehr Vorlaufzeit nötig als bei einer Bestellung des Holzes bei einem Händler. Eine Besonderheit ergab sich wegen des unbeständigen Wetters im Frühsommer. Das verbaute Holz musste fast täglich abgedeckt und vor Regen geschützt werden. Der Herbst hat punkto Wetter vieles wieder gutgemacht.

Besonders herausfordernd sei die Logistik gewesen, sagen Meng und Löhrer. Denn sehr grosse Materialmengen hätten auf den richtigen Zeitpunkt hin bereit gestellt werden müssen.

Holz für öffentliche Bauten einsetzen

Die Holzbau-Profis bedauern, dass der Wald wegen der tiefen Holzpreise derzeit zu wenig genutzt werde. Wer Holz nutze, trage dazu bei, dass die Wertschöpfung in der Region bleibe. Ausserdem ist Holz ein nachwachsender, bei uns reichlich vorhandener Rohstoff.

Ökologisch schneide Holz hervorragend ab, wissen Löhrer und Meng. Als weiteren Vorteil nennen sie die mit Holzbauten verbundene Behaglichkeit. Immerhin: Heute wird wieder vermehrt mit Holz gebaut. Die öffentliche Hand, finden die Holzbauer, «sollte aber vermehrt eine Vorreiterrolle übernehmen, auch wenn es mitunter preisgünstigere Lösungen gibt.» In gleicher Ausführung wie beim Rhyboot-Neubau wird für Spitäler, Schulen, Bürogebäude und vieles mehr gebaut.

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