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Ein St. Galler Bär in Berlin

Die Künstlerin Sabeth Holland versteigert für einen guten Zweck einen Zwillingsbären, den sie bemalt hat. Der andere kam bereits unter den Hammer.
Katharina Brenner

Sabeth Holland kennt sich mit Bären aus. Zumindest mit Bären-Figuren. Für «Kultur im Bären» Häggenschwil hat die im Rheintal aufgewachsene und in St. Gallen lebende Künstlerin eine Bären-Figur bemalt. Für eine Ausstellung hat sie einen Eisbären geschaffen. Ihre bekanntesten Bären sind die für das Buddy-Bear-Projekt. Einer davon, der «Twin Bear Boy» wird am 15. November in der Mercedes-Welt in Berlin versteigert. An diesem Tag sollen insgesamt 50 Bären unter den Hammer kommen. Die Schirmherrschaft der Aktion hat Marianne Freifrau von Weizsäcker, die Witwe des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker.

Das Buddy-Bear-Projekt Berlin gibt es seit 2001. Denn der Bär ist nicht nur das Wappentier der Stadt St. Gallen, sondern auch der Stadt Berlin. Initiiert haben das Projekt der deutsche Unternehmer Klaus Herlitz und seine Frau Eva. Sie haben im Jahr 2001 in Berlin mehrere Hundert von Künstlern bemalte Bären aufgestellt. Die Figuren sind bis zu zwei Meter hoch. Sie stehen aufrecht, sitzen, machen einen Kopfstand oder stehen auf allen vieren.

Die Figuren sind auf Welttournée gegangen

Aus diesem ersten Berliner Projekt heraus sind im Jahr 2002 die «United Buddy Bears» entstanden. 140 Buddy Bears sind von Künstlern aus ebenso vielen Ländern bemalt worden. Die Figuren sind in landestypischen Farben gehalten und mit Symbolen oder Traditionen aus der Geschichte des jeweiligen Landes verziert. Auf der Webseite des Projekts wird auf die Trennung von Kultur und Politik hin gewiesen: «Dabei steht jeder Bär für die Menschen der Länder und deren Kultur, jedoch nicht für politische Systeme.» Für mehrere Jahre waren die Bären auf einer Welttournée und wurden in verschiedenen Städten gezeigt unter dem Motto: «Wir müssen uns besser kennenlernen, dann können wir uns besser verstehen, vertrauen und zusammenleben.»

Viele Buddy-Bären sind in den vergangenen Jahren für wohltätige Zwecke versteigert worden. Rund zwei Millionen Franken für Unicef und lokale Kinderhilfsorganisationen sind durch Spenden und Versteigerungen zusammengekommen. Die Erlöse der Versteigerung vom 15. November gehen gemäss Geschäftsführer Klaus Herlitz unter anderem an Unicef, das SOS-Kinderdorf und die Bürgerstiftung Berlin. Sie selbst erhalte für die Arbeit an den Bären kein Geld, sagt Holland. «Ich bin so dankbar für mein Leben. Das möchte ich gerne weitergeben.»

Das Meitli in Rottönen und der Bub in Blautönen

Der «Twin Bear Boy», den Holland versteigern lässt, ist der Bub eines Zwillingspärchens. Das Meitli ist 2014 in Zürich für 13 000 Franken an einen Bieter aus Frankfurt gegangen. Die Zwillinge sind einen Meter hoch und bunt bemalt. Das Meitli eher in Rot- und Pinktönen, der Bub eher in Blau. «Meine Kunst ist farbenfroh und lebensbejahend», sagt Holland. Neben der Malerei fertigt sie Skulpturen und Installationen an, die ebenfalls knallig sind. Unter anderem hat sie den Kreisel am Wittenbacher Bahnhof gestaltet.

Bereits 2010 hatte Holland einen bunt bemalten Buddy Bear versteigert. Die Figur erzielte damals rund 1750 Euro und war die erfolgreichste unter den 38 versteigerten Bären-Figuren an diesem Tag. «Dieser Bär hat ziemliche Wellen geschlagen», sagt Holland. Erst vor Kurzem habe ein Mitarbeiter der Schweizer Botschaft in Brasilien eines ihrer Werke gekauft.

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