Ein Spielturm für künftige Holzbura

KOBELWALD. Der alte Spielturm beim Schulhaus Kobelwald war morsch geworden. Er musste ersetzt werden. Die Offerten für einen neuen fielen aber höher aus, als der Schulrat gerechnet hat. Die Ortsgemeinde Holzrhode sponsert ihn nun mit 10 000 Franken.

Max Tinner
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Die Kinder freuen sich sichtlich über den neuen Spielturm – und Schulrat, Ortsverwaltungsrat, Lehrer und Schulmitarbeitende mit ihnen. (Bild: Max Tinner)

Die Kinder freuen sich sichtlich über den neuen Spielturm – und Schulrat, Ortsverwaltungsrat, Lehrer und Schulmitarbeitende mit ihnen. (Bild: Max Tinner)

Sicherheit hat heute einen hohen Stellenwert. Erst recht auf Kinderspielplätzen. Der Spielturm beim Schulhaus Kobelwald ist letztes Jahr vom Sicherheitsdelegierten der bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung) beanstandet worden. Er entsprach den Vorschriften nicht mehr. Es zeigte sich auch bald, dass eine Anpassung an heutige Bestimmungen keinen Sinn mehr macht. Zu viele Bauteile waren morsch und hätten ersetzt werden müssen. Der Schulrat entschied sich darum für eine Ersatzbeschaffung.

Zu wenig Geld im Kässeli

Bezahlen sollen hätten diese die Kinder selbst – aus dem Papiersammelfonds, in den jeweils eingelegt wird, was bei den Papiersammlungen herausspringt. Dieser Fonds ist genau für solche Investitionen gedacht. Doch dann fielen die Offerten für einen neuen Spielturm um einiges höher aus als erwartet. Es musste mit Kosten in Höhe von 25 000 Franken gerechnet werden. «Mit dem Papiersammelfonds allein war das nicht zu stemmen», sagte Schulratspräsident Roman Ammann gestern, als der neue Spielturm den Kindern übergeben wurde.

Dass es doch noch so weit gekommen ist, verdankt die Schuljugend der Ortsgemeinde Holzrhode Kobelwald. Diese hat sich auf die Anfrage des Schulrats hin grosszügig gezeigt und 10 000 Franken zugesichert. So konnte der neue Spielturm beschafft werden, ohne dass das ordentliche Schulbudget belastet werden muss. Einen Znüni offerierte die Holzrhode gestern noch darüber hinaus.

«Es Guets git wider es Guets»

Der Beitrag zeuge von Weitsicht, lobte Roman Ammann. Immerhin wird der Grossteil der heutigen Schülerinnen und Schüler in ein paar Jahren selbst stimmberechtigter Ortsbürger sein – oder eben Holzbur, wie sich die Ortsbürger der Holzrhode selbst nennen. «Manch eines wird sich dann sicher noch daran erinnern, was ihm die Holzrhode heute zuliebe getan hat – es Guets git wider es Guets», meinte der Schulratspräsident.

Der Beitrag ist gern gesprochen worden, liess Andreas Ammann, der Präsident des Ortsverwaltungsrates durchblicken. Er wünschte den Kindern viel Freude am neuen Spielturm. Er ermahnte sie aber auch, ihm Sorge zu tragen, damit jene, die jetzt noch zu klein zum Darauf-herum-Turnen sind, sich in ein paar Jahren auch noch an ihm erfreuen können.

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