Ein spätes Gegentor

Wie in der Vorsaison unterliegt Rebstein zum Saisonauftakt Weesen. Es ist ein gerechtes Resultat.

Remo Zollinger
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FUSSBALL. Diesmal kam das entscheidende Gegentor zum 1:2 erst in der Nachspielzeit, das Resultat geht aufgrund der Leistungen aber in Ordnung. Auch die Saison 2014/15 beginnt für Rebstein damit mit einer Heimniederlage gegen Weesen. Die schnell und körperbetont spielenden Gäste verdienten sich den Sieg aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang, den sie komplett dominierten. Zwingend waren sie dabei zwar nicht, aber immer einen Tick spritziger, einen Sekundenbruchteil schneller.

Tor in der Nachspielzeit

Dass das entscheidende Tor erst in der 91. fiel, war für Rebstein aber doch bitter. Auf der Birkenau hatte man sich längst mit dem Punktgewinn angefreundet, da startete der lange Kuzel nochmals durch und passte zur Mitte, wo der erst sieben Minuten zuvor eingewechselte Aleksic goldrichtig stand und das 2:1 erzielte. Aus Weesener Sicht war dies optimal, denn viel Zeit zur Reaktion blieb den Gastgebern nicht. Dominik Eugster zwang Djunic zwar noch zu einer Glanztat, das war es dann aber.

Einbruch nach der Pause

Aber vielleicht wäre ein Punkt für Rebstein auch nicht verdient gewesen, denn in der zweiten Hälfte spielte nur eine Mannschaft, und die stammt vom Walensee. Weesen übernahm sogleich das Zepter und verlagerte das Spielgeschehen in die Rebsteiner Platzhälfte. Die Giger-Elf konnte sich kaum aus der Umklammerung lösen, wobei ihr anzurechnen ist, dass sie mit Bravour verteidigte und Weesen kaum Torchancen zugestand. Am gefährlichsten wurde es noch bei einem penaltywürdigen Foul eines Rebsteiners, wobei die Pfeife des Unparteiischen stumm blieb. Rebstein hatte nur zwei Entlastungsangriffe zu verzeichnen: Einmal war es Vasic, der Djunic beschäftigte, beim anderen Mal verzog Aebersold.

Ausgeglichene erste Hälfte

Vor der Pause war das Geschehen ausgeglichen, Rebstein optisch sogar die bessere Mannschaft. Die Grün-Weissen starteten hochmotiviert und kamen bereits in der ersten Minute zur ersten Offensivaktion. Wirklich gefährlich wurde es dann bei einem Baiao-Flachschuss, den Djunic aber parierte. Nach einer Viertelstunde folgte das 1:0: Köppel verwertete eine Vasic-Hereingabe nach einem Eckball via Lattenunterkante. Danach wachten auch die Gäste auf, Müller und Boshtraj schossen aber zunächst drüber. Doch kurz darauf glich Hamernik mit einem präzisen Kopfball aus. Rebstein fing sich, doch mehr als eine vergebene Doppelchance (Lleshi und Vasic) schaute nicht heraus. So bleibt die Niederlage, die gegen eine bessere Mannschaft in Ordnung geht. Besser machen können es die Rebsteiner am kommenden Sonntag, beim Derby gegen Au-Berneck.

2. LIGA, GRUPPE 1 Rebstein – Weesen 1:2 (1:1) Birkenau – 200 Zuschauer – SR: Aliji. Tore: 15. Köppel 1:0, 24. Hamernik 1:1, 91. Aleksic 1:2. Rebstein: Kühn; Haltiner (92. Enz), Köppel, Gächter, S. Eugster; D. Eugster, Vasic, Baiao, Aebersold (78. Zollinger); Cokicli, Lleshi (66. Baumgartner). Weesen: Djunic; Rimini, P. Widmer, Hamernik, Thoma; Dovicak (73. Ayres), Slajs, Müller, L. Widmer (65. Egli); Kuzel, Boshtraj (83. Aleksic). Gelbe Karten: 59. Müller (Foul), 84. Kuzel (Reklamieren).