Ein Skulpturenpark fürs Städtli

ALTSTÄTTEN. Die Staablueme, die am Samstag beginnt, strebt die Bereicherung des kulturellen Angebots an. Darum wird es nebst dem Bühnenprogramm eine Kunstausstellung geben – für einmal gestaltet von Handwerkern.

Max Tinner
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Nando Mattle und Rolf Gschwend während der Anfertigung des Werkstücks der Meile Metallbau.

Nando Mattle und Rolf Gschwend während der Anfertigung des Werkstücks der Meile Metallbau.

Am kommenden Samstag, 8. August, blüht eine neue Staablueme auf. Während acht Tagen treten in der Marktgasse Künstler jeglicher Couleur auf: Clowns, Artisten, Zauberer, vor allem aber viele Musiker. Um die 50 Programmpunkte zählt die diesjährige Konzert- und Kulturwoche.

Kunst vom Handwerker

Parallel läuft auch diese Staablueme wieder eine Kunstausstellung, die ebenso wie das Programm auf der Bühne zur Bereicherung der Kultur in Altstätten beitragen soll. Dieses Jahr haben die Organisatoren, die Staablueme-Gärtner, keine Künstler im eigentlichen Sinn zur Gestaltung der Ausstellung eingeladen, sondern sechs Altstätter Handwerksbetriebe, die mit je einem Ausstellungsstück das idyllische Marolanipärkli zwischen reformierter Kirche und Bildstrasse zu einem Skulpturenpark machen werden.

Urs Felber, der im Staablueme-OK zusammen mit Nadine Kehl die Kunstausstellung betreut, ist überzeugt, dass die Berufsleute spannende Skulpturen präsentieren werden. «Handwerker sind von Berufs wegen kreativ», erklärt er, «sie müssen auf den Baustellen ja jeden Tag Lösungen für immer wieder neue Probleme finden.»

Die teilnehmenden Unternehmen sind die Bauunternehmung Finger, Meile Metallbau, Räss Holzbau, Elektro Steiger, Scheiwiler Haustechnik und Hasler Metallbau. Hinsichtlich der Gestaltung ihres Werks liess ihnen die Staablueme freie Hand. Jeder Betrieb ist damit anders an die Aufgabe herangegangen. Bei den einen zapfte man die junge Kreativität der Lehrlinge an, bei anderen arbeitete die ganze Firma mit, vom Stift bis zum Chef.

Etwas, was die Skulpturen gemein haben, was sie aber auch so unterschiedlich wie nur irgendmöglich macht, ist, dass mit branchenspezifischem Material und Know-how gearbeitet wurde. Man darf gespannt sein.

SMS-Voting

Und man darf sich beeindrucken lassen – und dem Objekt, das einem am besten gefällt, mit einer SMS mit STAABLUEME gefolgt von der an der Skulptur vermerkten Nummer (Beispiel: STAABLUEME 1 oder STAABLUEME 2 usw.) an 9234 (Kosten pro SMS: 20 Rappen) seine Stimme geben. Angaben zum SMS-Voting werden auch an den Skulpturen zu finden sein. Am Schlussabend der Staablueme wird dann auf der Bühne in der Marktgasse bekannt gegeben, welches Werk beim Publikum am besten angekommen ist.

Damit die Kunstausstellung gebührend Beachtung findet, wird sie erst einen Tag nach Beginn der Staablueme eröffnet, am Sonntag, 9. August, um 11 Uhr, bevor das Programm in der Marktgasse wieder weitergeht. Nach dieser Vernissage ist die Ausstellung frei zugänglich. Viermal finden Führungen statt: am Montag, 10., Dienstag, 11., Donnerstag, 13., sowie am Freitag, 14. August, jeweils um 18 Uhr.

Am Werkstück der Baufirma Finger hat die ganze Belegschaft mitgearbeitet. Im Bild Stefan Spitz. (Bild: zVg.)

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Franz Keel und Timon Bürgin von Räss Holzbau beweisen, dass aus Holz auch Kunst werden kann. (Bilder: mt)

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Raffael Scheiwiler und Jimmy Muqoli von Scheiwiler Haustechnik bauen aus Rohren Kunst zum Schmunzeln.

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Simon Kleiner von Elektro Steiger veranschaulicht am «Energiebaum» die Vielseitigkeit seines Berufs.

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David Sturzenegger von Hasler Treppen spielt mit Formen, Linien und geometrischen Verhältnissen.

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