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Ein Segen für «Kropflis»

Kropfleiden waren in früheren Jahren weit verbreitet, und nicht von ungefähr wurden die Vorderländer mit dem Übernamen «Kropfli» bedacht. Das jodierte Vollsalz sorgte für eine Wende.
Peter Eggenberger
Dr. med. Hans Eggenberger (1881–1946) hat sich als Pionier der Kropfprophylaxe grosse Verdienste erworben. (Bild: Peter Eggenberger)

Dr. med. Hans Eggenberger (1881–1946) hat sich als Pionier der Kropfprophylaxe grosse Verdienste erworben. (Bild: Peter Eggenberger)

Als Pionier der Kropfprophylaxe ist Dr. med. Hans Eggenberger in die Geschichte eingegangen. Als Bürger von Grabs im Jahre 1881 in Rorschach geboren, besuchte Hans Eggenberger als Sohn eines Lehrers die Schulen in St. Gallen und Basel. Nach abgeschlossenem Medizinstudium trat der junge Arzt 1909 in die ärztliche Praxis eines Kollegen in Herisau ein. 1916 wurde er zum Chefarzt des Bezirkskrankenhauses Herisau (heute Kantonsspital) ernannt. Ein grosses Anliegen war ihm die Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung, und vehement setzte er sich für eine natürliche Lebensweise ein. Viele Leute in den Kantonen St. Gallen und beider Appenzell litten damals an der gut sichtbaren, als Kropf bezeichneten Vergrösserung der Schilddrüse. Eggenberger fiel auf, dass in der Westschweiz oder im Mittelmeerraum lebende Menschen kaum Kropfbildungen aufwiesen. Als Grund eruierte er das im Salz der Salinen von Bex (Waadtland) und im Meersalz vorhandene Jod. In den mit Salz von den Rheinsalinen versorgten Gegenden (die Kantone St. Gallen und beider Appenzell gehörten dazu) hingegen trat Kropf gehäuft auf, weil in diesem Salz das Spurenelement Jod in zu geringen Mengen vorhanden war. Eggenberger schlug deshalb nach intensiver Forschungstätigkeit vor, dem Salz der Rheinsalinen 10 Milligramm Kaliumjodid pro Kilogramm beizugeben. Der Ausserrhoder Regierungsrat liess sich von Hans Eggenberger überzeugen, und als erster Kanton bewilligte Ausserrhoden im Februar 1922 die Kochsalz-Jodierung. Der Erfolg gab Eggenberger Recht, und Kropfbildungen sowie weitere Erkrankungen wie Kretinismus (Schwachsinn), Kleinwuchs und Gehörlosigkeit gingen markant zurück. Seine Freizeit verbrachte der engagierte, mit der Bielerin Marie Burger verheiratete Arzt am liebsten in den Bergen. Anlässlich eines Ferienaufenthalts im Obertoggenburg bestieg er am 12. August 1946 den Wildhauser Schafberg. Beim Abstieg stürzte er wahrscheinlich infolge Steinschlags ab und wurde am nächsten Tag tot aufgefunden.

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