Lüchingen
Mehrheit sagt nein: Ein Schulhausneubau ist erwünscht

Eine Umfrage unter den Schulbürgern von Lüchingen hat ergeben, dass eine Mehrheit für einen Schulhausneubau ist.

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Die Schule Lüchingen soll in einen Neubau investieren. Ein möglicher Standort für das neue Schulhaus könnte der heutige Schulstandort Roosen sein.

Die Schule Lüchingen soll in einen Neubau investieren. Ein möglicher Standort für das neue Schulhaus könnte der heutige Schulstandort Roosen sein.

Bild: pd

Die Schule Lüchingen braucht aufgrund der steigenden Schülerzahlen und der veränderten Unterrichtsformen mehr Platz. Um den Puls der Bevölkerung zu spüren, wie diesem Platzbedarf Rechnung getragen werden soll, hat der Schulrat am 14. Juni eine Informationsveranstaltung durchgeführt. Den Teilnehmenden wurden neun Lösungsansätze präsentiert, zu welchen sie ihre grundsätzliche Haltung mitteilen konnten.

Wie die Auswertung der mündlichen Antworten und schriftlichen Stellungnahmen zeigt, sprechen sich 58 der 63 teilnehmenden Personen mit einem klaren «Ja» oder einem «eher Ja» für einen Schulhausneubau im Roosen aus. 49 Personen könnten sich auch ein Schulzentrum vorstellen. 13 Personen lehnen dieses explizit ab. Dies hauptsächlich mit der Begründung, dass sich die Kindergärtler den Pausenplatz nicht mit den Fünft- und Sechstklässlern teilen sollen. Weiter wurde mehrmals erwähnt, dass die Spielwiese beim heutigen Kindergarten Sonnenhügel für die Öffentlichkeit erhalten bleiben muss, weil es in Oberlüchingen keine anderen öffentlichen Spielplätze gibt. Ebenfalls klar zum Vorschein kommt durch die Umfrage, dass es betreffend der Turnhalle Handlungsbedarf gibt. Die heutige Anlage erfülle die Anforderungen weder für die Schule noch für die Vereine. In diesem Zusammenhang wurden Wünsche von einer Mehrzweckhalle bis hin zu einer Dreifachturnhalle geäussert.

Die Stossrichtung scheint klar zu sein

Dank dem frühen Miteinbezug der Bevölkerung ist für den Schulrat die Stossrichtung klar. Dies im Wissen, dass noch nicht über Kosten und deren Folgen diskutiert wurde. «Wir werden den Fokus aufgrund der Umfrageergebnisse auf einen Schulhausneubau und den Bau eines Schulzentrums setzen. Allenfalls werden wir auch die Erweiterung eines Schulstandortes noch genauer prüfen», erklärt Schulratspräsident Mattia Girardi. Denn immerhin könnten sich 37 Personen auch diese Variante vorstellen. Als nächster Schritt wird eine Projektgruppe, bestehend aus Vertretern des Schulrats, einem Bausachverständigen und einer Vertretung aus der Lehrerschaft, zusammengestellt.

Zudem soll eine Begleitgruppe mit interessierten Vertretern aus der Bevölkerung gegründet werden. Knapp ein Dutzend Personen haben am Informationsanlass ihre Bereitschaft erklärt, sich im weiteren Prozess einzubringen und damit die Schulraumentwicklung in Lüchingen mitzugestalten. Geplant ist, dass die Begleitgruppe erstmals zwischen Sommer- und Herbstferien tagt.

Ziel ist, dass bis zur Bürgerversammlung eine Machbarkeitsstudie vorliegt und ein Projektierungskredit gesprochen werden kann. (pd)

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