Ein Schritt in Richtung Energiezukunft

HEIDEN. Die Gemeinde Heiden wurde 2011 mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Für die 2015 vorgesehene Rezertifizierung muss ein neues Aktivitätenprogramm für die Jahre 2015 bis 2018 vorgelegt werden. Dieses wurde nun vom Gemeinderat verabschiedet.

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Das Label Energiestadt wird Gemeinden und Städten verliehen, die eine nachhaltige kommunale Energiestrategie verfolgen. Die Energiestädte werden alle vier Jahre von externer Stelle auf die geplanten oder bereits umgesetzten Bestrebungen überprüft und die Auszeichnung bei erfolgreicher Bewertung um weitere vier Jahre verlängert. Die Bewertung erfolgt anhand eines Punktekataloges, wobei für die Erlangung des Energiestadt-Labels mindestens 50 Prozent der möglichen Punkte erreicht werden müssen. Die Energiestädte legen dazu alle vier Jahre ein neues Aktivitätenprogramm fest, in dem sie die Bestrebungen der Gemeinde planen und den Erfolg überprüfen können. Für die 2015 fällige Rezertifizierung der Gemeinde Heiden hat die Projektgruppe Energiestadt in Zusammenarbeit mit den Abteilungen und Kommissionen das neue Aktivitätenprogramm für 2015 bis 2018 erarbeitet. Dieses wurde vom Gemeinderat gutgeheissen und genehmigt.

Im Programm vorgesehen ist u. a. die Erstellung eines Abfallkonzeptes, bei dem die Themenschwerpunkte öffentliche Abfallentsorgung, Abfallvermeidung und Littering angegangen werden. Auch soll mittels verbindlicher Instrumente der Raumplanung, beispielsweise einer Verschärfung der energetischen Auflagen in Quartierplänen, der CO2-Ausstoss gesenkt werden. Ebenfalls sollen Bauprojekte im Bauverfahren vermehrt auf kompakte Bauformen, gute Dämmung und günstige Orientierung (für Photovoltaik- und thermische Solaranlagen) geprüft und Empfehlungen für Optimierungsmöglichkeiten abgegeben werden. Als Anreiz für die Bevölkerung sollen weiterhin verschiedene Förderprogramme wie die Förderung von thermischen Solaranlagen, energieeffizienten Grosshaushaltsgeräten und Photovoltaik- und Regenwassernutzungsanlagen dienen.

Nicht zuletzt ist auch die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Energie ein Bestandteil des Programms. So hat etwa die Schule ein Lehrprogramm zusammengestellt, mit dem die Kinder früh über Themen wie erneuerbare Energien, fossile Brennstoffe, Wasser- und Abwasser, ökologischer Fussabdruck oder Littering informiert werden.

Bei Zustandekommen der zurzeit in Diskussion stehenden Energieregion AüB, bei der sich die Gemeinden Grub AR, Rehetobel, Reute, Walzenhausen, Wolfhalden und Heiden allenfalls zu einer Energieregion AüB zusammenschliessen, würde die Gemeinde Heiden das Label Energiestadt zugunsten der Auszeichnung Energieregion abgeben. Sollte die Energieregion in absehbarer Zeit zustande kommen, könnte auf die Rezertifizierung zur Energiestadt verzichtet werden. Der Gemeinderat hat entschieden, dass die im Aktivitätenprogramm beschlossenen Massnahmen auch dann umgesetzt werden, wenn Heiden nicht als Energiestadt rezertifiziert werden würde, sondern Teil der Energieregion AüB würde. (gk)