Ein Punkt fehlte zum Schweizer Meistertitel

HUNDESPORT. Gaby Locher aus Lüchingen wurde an der Schweizer Schäferhunde-Meisterschaft mit einem Punkt Rückstand hervorragende Zweite. Fast hätte es eine zweite Medaille gegeben.

Mäx Hasler
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HUNDESPORT. Gaby Locher aus Lüchingen wurde an der Schweizer Schäferhunde-Meisterschaft mit einem Punkt Rückstand hervorragende Zweite. Fast hätte es eine zweite Medaille gegeben.

Kürzlich hat in Fribourg die Schweizer Meisterschaft für Schäferhunde stattgefunden. Mit dabei waren Gaby Locher aus Lüchingen mit ihrer Hündin Ira vom Schloss Forstegg und Rothus-Beck Adolf Stieger aus Oberriet mit Hund Georg von Wolfsblut.

Mit unterschiedlichem Erfolg

Gaby Locher wurde in der Internationalen Prüfungsordnung 3 (IPO 3), der höchsten Kategorie im Hundesport, mit einem Punkt Rückstand auf den Sieger Zweite. Gewertet wurden drei Prüfungen, die Hund und Halter zu bestehen hatten. A – Spuren und Fährte, B – Unterordnung und C – Schutzdienst. In der Prüfung A war das Lüchinger Paar besser als der Sieger, im B lagen sie gleichauf. Der Sieg wurde in der dritten Prüfung vergeben.

«Im Schutzdienst passierte meinem Hund ein kleiner Fehler, der uns wohl den Sieg gekostet hat. Trotzdem bin ich zufrieden, denn Ira ist noch jung und hat noch nicht jene Routine wie der Hund des Siegers. Wir betreiben zusammen erst das zweite Jahr Wettkampf», sagt die Vizemeisterin. Etwas ärgerlich dürfte der eine Punkt Rückstand aber doch sein, denn schon vor drei Jahren war die Lüchingerin, die beim Hundesport Hirschensprung in Rüthi Hunde ausbildet, Vizemeisterin.

Sie traut ihrer vierbeinigen Partnerin aber mehr zu. So ist ihr nächstes Vorhaben die Qualifikation für die Weltmeisterschaft, die nächstes Jahr auch in Fribourg stattfindet.

Grober Fehler

Ein grober Fehler vermasselte Adolf Stieger aus Oberriet einen Platz auf dem Podest. Der Rothus-Beck, der seit zwölf Jahren Hundesport betreibt, war mit seinem Mischling zuversichtlich nach Fribourg gereist. Fast hätte es an seiner zweiten Meisterschaftsteilnahme zu einer Medaille gereicht.

«Ich denke, der Hund hätte eine Medaille geholt, wenn nicht ich einen Fehler gemacht hätte. Mir passierte beim Apportieren ein grober Schnitzer, und weg war sie», sagte der Viertplatzierte der Kategorie Begleithund 3.

Für eine Medaille fehlten Stieger acht Punkte. Nach der ersten Prüfung lag er gegenüber dem Drittklassierten noch mit sieben Punkten in Front. Die Hundesportler suchen die Fehler selten beim Hund, denn zu 60 bis 70 Prozent sei es immer der Hundeführer, der die Fehler begeht.

Zu seinem «Schorsch», oder Slay, wie er seinen Hund inzwischen getauft hat, kam Stieger vor sechs Jahren wie die Jungfrau zum Kind. «Der Hund sass eines Tages in meinem Laden und wollte nicht mehr raus. Nachforschungen zum Besitzer des Hundes waren erfolglos, und so habe ich ihn einfach behalten. Ich habe diesen Entscheid nie bereut», so der Bäckermeister.

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