Ein Projekt mit Vorbildcharakter

Betreff: Abstimmung über Neugestaltung Dorfzentrum Berneck

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Betreff: Abstimmung über Neugestaltung Dorfzentrum Berneck

Am 13. Februar stimmen die Einwohner von Berneck über die Zentrumsgestaltung der Neugass ab. Ein Projekt, das seit 2005 geplant und in vielen Sitzungen einer breit abgestützten Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit Strassenplanern, Kanton und Gemeinderat entstanden ist.

Wer eine schöne, zeitgemässe und stimmungsvolle Neugass möchte, muss Ja stimmen. Wer diese Betonpiste, die das Dorf zerschneidet, erhalten möchte, muss Nein stimmen.

Wer eine lebenswerte Neugass möchte, die Rücksicht nimmt auf Anwohner und Gäste aller Altersklassen, muss Ja stimmen. Wer aber eine Neugass möchte, an der auch Sattelschlepper mit 50 km/h durchfahren können, muss Nein stimmen.

Wer eine Neugass möchte, an der keine Parkplätze die Fahrspur beeinträchtigen, muss Ja stimmen. Wer sich aber auf einer Fahrbahn, die durch die Parkplätze der blauen Zone und der Beeinträchtigung der wild parkierenden Autos, seinen Weg selber suchen möchte, muss Nein stimmen. Wer möchte, dass durch eine moderne und rücksichtsvolle Gestaltung des Dorfzentrums der Grundstein für neue Ladengeschäfte gelegt werden kann, muss Ja stimmen. Wer aber in Berneck keine zusätzlichen Einkaufsmöglichkeiten möchte, soll Nein stimmen.

Wer glaubt, dass in Berneck nur eingekauft wird, wenn direkt vor den Läden parkiert werden kann, soll Nein stimmen. Wer aber der Überzeugung ist, dass man in einer fussgängerfreundlich gestalteten Neugass auch ein paar Schritte geht, um die qualitativ hochwertigen Produkte der Bernecker Geschäfte zu kaufen, stimmt Ja. Wer dem Dorf einen grossen finanziellen Schaden zufügen möchte, stimmt Nein. Wer aber weitsichtig denkt und den Zusammenhang von Sanierung der Werkleitungen und der Neugestaltung der Neugass sieht, stimmt Ja.

Wer begreift, dass die farblich anders gestalteten Kreuzungen auch Übergänge für Fussgänger sind, stimmt Ja. Wer aber nur wegen der Verschiebung des Fussgängerstreifens vom Restaurant Brauerei zur Post das ganze Projekt ablehnen will, soll doch Nein stimmen.

Wer bei der Rössli-Kreuzung einen grossen Kreisel möchte und meint, dass bei einer Ablehnung des Projektes ein solcher gebaut würde, irrt! Nichts desto trotz soll er Nein stimmen. Wer aber möglichst bald eine Verbesserung der Verkehrssituation an der Rössli-Kreuzung möchte, stimmt Ja. Wer gegen alles ist, was der Gemeinderat vorschlägt, stimmt Nein. Wer aber für die folgenden Jahrzehnte eine für den motorisierten Verkehr, die Gewerbetreibenden, Fahrradfahrer und Fussgänger optimale Neugass will, muss Ja Stimmen.

Machen wir uns nicht zum Gespött der Nachbardörfer, sondern haben wir den Mut und stimmen einem Projekt zu, das Vorbild sein könnte für viele Gemeinden mit ähnlichen Problemen. Wer an Berneck glaubt, legt ein überzeugtes Ja in die Urne.

Karl Schwendener

DU Dorf & Umwelt

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