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Ein Pakt mit der Landwirtschaft

BALGACH. Der Verein Balger Natur pflanzte vor einigen Tagen mit 25 Freiwilligen unterhalb von Schloss Grünenstein 33 Hochstamm-Apfelbäume. Die Pächterfamilie Krüsi wird sie mit viel Freude pflegen.

Der Verein Balger Natur besammelte sich am Schlosspark-Tag mit 25 Freiwilligen morgens um neun beim Grünensteinerfeld. Landwirt Hans Krüsi hatte das Gelände abgesteckt, die Balgacher Baumpflanzerinnen und Baumpflanzer gruben die Löcher, Thomas Oesch vom Planungsbüro Oeplan stellte sich auf den Ladewagen und rammte den Pfahl in den Boden. Die leicht angeschnittenen Wurzeln der Hochstämmer wurden ins weiche Erdreich gebettet und festgedrückt, die Stämmchen mittels Mastwurf angebunden.

Innert Stundenfrist war der letzte der 33 Obstbäume im Boden – vom Bohnapfel über den Schneiderapfel bis hin zum Sauergraeuch.

Fünf Jahre Pflege

Nun beginnt die Pflege. «Balger Natur» hat nicht nur die Hochstammbäume gestiftet, der Verein sponsert auch fünf Jahre Pflege durch die Pächterfamilie Krüsi. Hier steht vor allem die Mäusebekämpfung im Vordergrund.

«Wichtig ist, dass man frühzeitig maust, bevor sich die Tiere in der weichen Pflanzerde vermehren», weiss Hans Krüsi.

Der Landwirt lebt mit und vom Obst: «Wir haben grosse Freude an den Bäumen.» Für Kontinuität bei der Baumpflege sorgen seine Tochter Elisabeth Krüsi und der künftige Schwiegersohn Beat Sturzenegger.

Kulturingenieur Thomas Oesch hatte die Idee mit dem Obstgarten und der ökologischen Aufwertung des Schlossparks vor zwei Jahren an Lorenzo Custer von der Gut Grünenstein AG herangetragen. Dieser verknüpfte das Vorhaben mit den nötigen Renovationsarbeiten und der geplanten kulturhistorischen Aufwertung. Die Massnahmen sind grösstenteils finanziert. Eine privat-öffentliche Partnerschaft hilft, das letzte Zehntel der Gesamtkosten von rund 1,5 Mio. Franken abzudecken.

Genussvolle Amortisationszeit

Bis die jungen Apfelbäume Früchte tragen, profitieren Patinnen und Paten von je fünf Turmmieten mit phänomenaler Rundsicht. Dazu kommen fünf Freitickets zu den Vollmondgesprächen auf Schloss Grünenstein und fünf Fotoshootings im Barockgarten. Die «Genuss-Scheine» sind übertragbar und fünf Jahre gültig. Von 2016 bis 2020 erhalten die Baumpatinnen und Baumpaten ausserdem während fünf Jahren um Martini den Zehnten eines Baumertrages in frischer, gedörrter, gepresster oder gebrannter Form.

Der Einsatz beträgt 5000 Franken. Für Schlossverwalterin Luzia Bänziger eine langfristige Anlage mit genussvoller Amortisationszeit: «Davon profitieren ab sofort die grossen und kleinen Grünensteinbewohner aus der Pflanzen- und Tierwelt, die unzähligen Spaziergängerinnen und Erholungssuchenden auf dem Schlossberg – und natürlich sämtliche Nachkommen.» (pd)

Kontakt: Gut Grünenstein AG, 071 722 12 90, www.schloss-gruenenstein.ch

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