Ein Konzert der Spitzenklasse

Ein Konzert der Spitzenklasse erlebten die Zuhörer beim Encore-Konzert von «Terra e Aria» in der Kirche Thal.

Drucken
Natalia Gerakis, Querflöte, und Ulrike Neubacher, Harfe, waren zwei Künstlerinnen von internationalem Rang. (Bild: pd)

Natalia Gerakis, Querflöte, und Ulrike Neubacher, Harfe, waren zwei Künstlerinnen von internationalem Rang. (Bild: pd)

thal. Natalia Gerakis, Querflöte, und Ulrike Neubacher, Harfe, zeigten mit ihrem hochkarätigen Programm, dass hier Künstlerinnen von internationalem Rang der Einladung der Musikschule Am Alten Rhein gefolgt waren. Natalia Gerakis eröffnete den Konzertabend äusserst ausdrucksstark mit dem Flötensolo «Syrinx» von Claude Debussy.

Zusammenspiel mit Harfe

Beim zweiten Stück von Debussy, «La Fille aux Chevaux de Lin», betrat dann Ulrike Neubacher an der Harfe die Bühne und vom ersten

Ton an zeigten die beiden ein perfektes Zusammenspiel und eine grosse klangliche Ausgewogenheit. Nach Gabriel Faurés «Morceau de concours», einem weiteren französischen Impressionisten, folgte ein wunderschöner Kontrast mit Georg Friedrich Händels Harfenkonzert, das Ulrike Neubacher mit bestechender Leichtigkeit zu interpretieren wusste.

Ein zentrales Werk der barocken Flötenliteratur, Johann Sebastian Bachs C-Dur-Sonate für Flöte und Basso continuo, stand auch im Zentrum des Konzertprogramms. Mit grosser Intensität musiziert, gelang «Terra e Aria» eine mustergültige Interpretation, die die Zuhörer in ihren Bann zog. Dass Natalia Gerakis eine der führenden griechischen Flötenvirtuosinnen ist, bewies sie in Marin Marais mächtigem Variationswerk «Les Folies d'Espagne» für Flöte solo.

Atemberaubende Virtuosität mit glasklaren Läufen und schwierigsten Sprüngen, gepaart mit grosser Gestaltungsgabe in den langsamen Passagen zeichnen ihr Spiel aus.

Spannende Wechselspiele

Die ihr absolut ebenbürtige deutsche Konzertharfenistin Ulrike Neubacher überraschte das Publikum mit ihrer charmanten Schilderung der Geschichte von Salzedos «Thema und Variationen im alten Stil», einer musikalischen Beschreibung eines mittelalterlichen Burgfestes.

Bei dem mit höchsten Schwierigkeiten gespickten Werk, das sie mit einer aussergewöhnlichen technischen Brillanz und Sicherheit spielte, hörte man förmlich Schmetterlinge, Tänzer und Seilakrobaten der Harfe entspringen. Spannende Wechselspiele zwischen Flöte und Harfe sowie feinste Agogik bei den Charakterstücken des Franzosen Marc Berthomieu und des Griechen Nickos Harizanos demonstrierten noch einmal die grosse Routine im Zusammenspiel der beiden sympathischen Künstlerinnen.

Nach dem Bravourstück «Entr'Acte» von Jacques Ibert gaben Ulrike Neubacher und Natalia Gerakis dem begeisterten Publikum noch ein Arioso von Bach als Zugabe mit auf den Nachhauseweg. (pd)

Aktuelle Nachrichten