Ein Kalb als Siegprämie

Springende Pferde, verkleidete Reiter und frühlingshaft bemalte Pferde erschienen zum Pfauenhof-Springen bei der Familie Willi in Balgach. Dabei wechselte ein Stierkalb den Besitzer, denn es war der Hauptpreis einer aussergewöhnlichen Pferdesportveranstaltung.

Uschi Dietsche
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Die grösste Klappe: Linus Hanselmann aus Oberriet konnte das Grossmaul-Springen für sich entscheiden. (Bilder: Uschi Dietsche)

Die grösste Klappe: Linus Hanselmann aus Oberriet konnte das Grossmaul-Springen für sich entscheiden. (Bilder: Uschi Dietsche)

PFERDESPORT. Bereits zum zwölften Mal fand das Pfauenhof-Springen in Balgach statt. Wie immer wenn die Willis etwas in die Hände nehmen, macht das Wetter mit. Viele Reiterinnen und Reiter folgten einmal mehr der Einladung auf den idyllischen Platz, der sich dadurch von den vielen Sandplätzen abhebt, dass er Baumstämme und Gräben enthält. Die Pferde brachten ihre Freude über das Gelände mit Bocksprüngen auf dem Abreitplatz zum Ausdruck.

Eine Zehntelsekunde entschied

Los ging es mit einer Prüfung über 50 bis 70 cm hohe Hindernisse. Die erste Siegerin war Anja Segmüller, Eichberg, mit ihrer Stute Malaika. Sie war die einzige Amazone, die am Pfauenhof-Springen zum Sieg kam. Im Anschluss waren die Männer dominant, was nicht üblich ist im Reitsport. Über 90 cm siegte der Altstätter Junior René Thür mit seiner Carlotta mit viel Vorsprung auf Christina Klee aus Berneck. Noch eine Stufe höher kamen die Routiniers zum Zug: Mit 67,1 Sekunden holte Stefan Dietsche aus Kriessern mit Le Champ den Sieg sehr knapp vor Herbert Segmüller mit Chivas, der 67,2 Sekunden brauchte.

Das «Grossmaul-Springen» war nicht nur spannend für die Kinder, die mitmachten, sondern auch für die Zuschauer, die manch einen Lachanfall bekamen ob den Kostümierungen einiger Reiter. «Wenn man schon ein so grosses Maul hatte, um hier mitzumachen, dann aber richtig», sagte Josefina alias Sepp Bont. Linus Hanselmann, Oberriet, einer der jüngeren Teilnehmer, führte die Rangliste an vor Nina Gilomen aus Diepoldsau.

Das Kalb geht nach Flums

Das Highlight folgte zum Abschluss: Wer gewinnt den Hauptpreis, das wunderschöne Kalb? Mit einem Teilnehmerrekord von über 30 startenden Paaren – je ein Reiter mit Pferd und ein Fahrer mit dem Quad – ging es heiss zu und her. Mit einer Zeit von 177,51 Sekunden waren die Flumser Beat (hoch zu Ross) und Ronny Danner (auf dem Quad) die Schnellsten – knapp vor Herbert und Sohn Ramon Segmüller aus Eichberg.

Die Sternis aus dem Tirol unterhielten die Leute bis in die frühen Morgenstunden ebenso wie die RaRi-Bar – so benötigten einige kein Licht mehr zum Heimgehen.

Küsschen zur Begrüssung: Das als Hauptpreis ausgelobte Stierkalb und sein neuer Stallgefährte aus Flums verstehen sich auf Anhieb.

Küsschen zur Begrüssung: Das als Hauptpreis ausgelobte Stierkalb und sein neuer Stallgefährte aus Flums verstehen sich auf Anhieb.

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