Ein Jahrhundertbauwerk soll untauglich sein?

WWF und Pro Natura stellen grosse Anforderungen an die Rhesibauleitung. Sie wünschen den Einbau von Trittsteinen. Trittsteine sind eine moderne Beschreibung für die Ausweitung des Rheinbettes, also die Entfernung der Innendämme von Oberriet bis zum Bodensee.

Max Matt Altstätten
Drucken
Teilen

Wollen diese Naturverbände den Job richtig machen, so sind sie mitverantwortlich, dass die Überschwemmungssicherheit, die Biologie und die jährlichen Unterhaltskosten für viele Generationen unter einen Hut gebracht werden.

Ist das überhaupt möglich, dem Wasser mit dem Einbau von Trittsteinen ohne Risiko mehr Raum zu geben, die Rheinsohle auf der ganzen Breite kostengünstig niedrig zu halten und die Überschwemmungssicherheit zu garantieren? Mit der Ausweitung der Rheinsohle werden sich auch die etwa 2,5 bis 3,1 Millionen Kubikmeter Geschiebe- und Schlamm, die der Rhein jährlich in Richtung Bodensee verschiebt, anders verhalten.

Man stelle sich das einmal vor, die jährliche Masse entspricht etwa 214000 bis 250000 Muldenkippen mit einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Wie man aus Beiträgen herauslesen kann, möchten WWF und Pro Natura eine biologische Rheinlandschaft, das ist in Ordnung. Aber einerseits fordern diese Naturverbände knallhart, andererseits übernehmen sie keine Verantwortung über die Auflandung der Rheinsohle. Für die Sicherheit von Oberriet bis zum Bodensee sind andere Leute verantwortlich.

Der Rhein von Oberriet bis zum Bodensee kann nicht einfach ohne weiteres, wie es der Zeitgeist haben möchte, in ein biologisches Wunderland umgebaut werden.

Max Matt Altstätten