Ein Hoch auf das Gleichgewicht

Nach vier Verschiebungen fand gestern an der «Skihalde» in Oberriet das Fassdauben-Rennen doch noch statt. 41 waghalsige Schneesportlerinnen und -sportler schnallten sich ab 12 Uhr die Bretter unter die Wanderschuhe und nahmen den schnellen Kurs in Angriff.

Damian Zellweger
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Vom tollen Publikum angefeuert, legen sich die Fahrerinnen und Fahrer mächtig ins Zeug. (Bilder: Damian Zellweger)

Vom tollen Publikum angefeuert, legen sich die Fahrerinnen und Fahrer mächtig ins Zeug. (Bilder: Damian Zellweger)

POLYSPORT. Dass eine Fassdaube eben nicht einfach ein kürzerer Ski ist, zeigte sich gestern in Oberriet ziemlich schnell. Nicht alle Fahrerinnen und Fahrer bewiesen auf der verschneiten «Skihalde» die gleiche Eleganz. Klar im Vorteil sei, wer mit älteren, schlechteren Modellen Skifahren gelernt habe, sagt Organisator Mani Zäch: «Damals war ein Ski der Fassdaube noch ähnlicher. Heutzutage können regelmässige Skitouren einem helfen, hier das Gleichgewicht zu behalten.» Er selber zeigte auch sofort wie es geht. Trotz einsetzendem Schneefall holte er sich bei den Herren mit zwei sauberen Läufen hinter Fabian Steger und Lukas Stecher den dritten Rang. Bei den Damen triumphierte Patricia Zäch und bei den Schülern Janik Lüchinger.

Vor Weihnachten geplant

Dabei hatten die Organisatoren des SC Oberriet schon fast von einer Austragung abgesehen. Vor Weihnachten hätte das Rennen ursprünglich stattfinden sollen. Nachdem man den Anlass aber wegen Schneemangels viermal abgesagt und verschoben hatte, brach gewisse Resignation aus. Die Freude, dass es in diesem Winter doch noch geklappt hat und dann auch noch auf der niedrig gelegenen «Skihalde», ist bei Mani Zäch vor dem Rennen darum umso grösser: «Jetzt ist alles angerichtet, hoffen wir nur, dass die Fasnächtler auch rechtzeitig aus den Federn kommen.»

Mut gefordert

Und sie kamen tatsächlich. 41 wettersichere Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnappten sich im Zielbereich zwei von den Organisatoren bereitgestellte Fassdauben und zwei Holzstöcke. Damit kraxelten sie den Hang hoch und nahmen den rund 20 Sekunden dauernden Höllenritt auf sich. Mit dabei war auch die achtjährige Annina aus Oberriet: «Es ist viel schwieriger als Skifahren, hat aber trotzdem Spass gemacht», sagt sie nach ihrem Lauf. Mit ihren Eltern käme sie jedes Jahr an das Rennen. Teilgenommen habe sie aber alleine. «Meine Eltern haben sich nicht getraut.»

Als einer der jüngsten Teilnehmer holt sich Jarno Büchel den fünften Rang bei den Schülern.

Als einer der jüngsten Teilnehmer holt sich Jarno Büchel den fünften Rang bei den Schülern.

Geduldig wird den Sportlern die Gerätschaft erklärt.

Geduldig wird den Sportlern die Gerätschaft erklärt.

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