Ein goldener Schmutziger Donnerstag

ALTSTÄTTEN. Gugge, Glanz und Gloria: Der Schmutzige Donnerstag in Altstätten erhält ein neues Gesicht. Die Guggenmusig Räbafäger verteilt morgen ab 15.30 Uhr erstmals Preise, Suppe und ihre Gratiszeitung «11 Minuten».

Claudio Donati
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Räbafäger-Präsident Mathias Keel mit dem «Goldenen Räbi», den seine Guggenmusik am Schmutzigen Donnerstag verleihen wird. (Bild: Claudio Donati)

Räbafäger-Präsident Mathias Keel mit dem «Goldenen Räbi», den seine Guggenmusik am Schmutzigen Donnerstag verleihen wird. (Bild: Claudio Donati)

ALTSTÄTTEN. Gugge, Glanz und Gloria: Der Schmutzige Donnerstag in Altstätten erhält ein neues Gesicht. Die Guggenmusig Räbafäger verteilt morgen ab 15.30 Uhr erstmals Preise, Suppe und ihre Gratiszeitung «11 Minuten».

Rebstein hat seine Obervogel-Schar, Kriessern einen Käfig voller Oberleuen. Und Altstätten? In der Fasnachtshochburg gibt es keine vergleichbare Auszeichnung für besonders grosse Narren. Dabei stünden genügend Kandidaten zur Wahl. Deshalb hat die Guggenmusik Räbafäger entschieden, die Lücke im Altstätter Fasnachtskalender zu schliessen. Am morgigen Schmutzigen Donnerstag lädt sie zu «Gugge, Glanz und Gloria».

Vergolder der Fasnacht

«Wir krönen das Urgestein der Altstätter Fasnacht», versprechen die «Räbafäger». Mit der Trophäe «Goldener Räbi» will die Guggenmusik in den nächsten Jahren jeweils Personen würdigen, die sich besonders um das närrische Treiben im Städtli verdient gemacht haben. Wer die Ehre hat, zum ersten Vergolder der Fasnacht gekürt zu werden, ist noch geheim und wird anlässlich von «Gugge, Glanz und Gloria» verraten. Neben der Zeremonie haben die Räbafäger ein Programm für den Schmudo zusammengestellt, das den Start zur Altstätter Fasnacht aufwerten soll. Von 15.30 bis 19.30 Uhr gibt es bei der Festwirtschaft beim Frauenhof neben Platzkonzerten der «Lavaria», «Bienawäbler» und «Räbafäger» auch Gratis-Suppe. Und als weitere Neuheit verteilen die «Räbafäger» um 17.11 Uhr erstmals eine Gratiszeitung.

Gesprächsstoff für Fasnächtler

Anders als andere Fasnachtszeitungen ist «11 Minuten» keine Sammlung von Reimen ohne Takt und Taktgefühl. In ihr steht vielmehr alles (und etwas mehr), was man über die Stars und Sternchen der Fasnacht wissen muss. Neben der lokalen Guggenkonkurrenz (die für die Räbis keine ist) nimmt die bisweilen rebellisch auftretende Guggenmusik für einmal auch sich selbst aufs Korn. Den Uhu-Augen der «Räbafäger» ist kaum ein Geheimnis rund um die Fasnachtsszene entgangen, und so liefern sie mit ihrem «20 Minuten»-Imitat Gesprächsstoff für die närrischen Tage – News, Hintergründe und Unterhaltung aus der Altstätter Narrenwelt, die nicht tierisch ernst zu nehmen sind. So erfährt man etwa, weshalb die «Röllelibutzen» in den Augen der Eulen besser sind als ihr Ruf, wie die «Lavaria» zur ersten Frau gekommen ist und weshalb Schweizer Guggen in Deutschland besser sind, als die Polizei erlaubt.

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