Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein Fest wie frühe Weihnachten

An der Oberegger Viehschau stellten sich dieses Jahr an die 390 Rinder und Kühe der Bewertung in den einzelnen Kategorien.
Gerhard Huber
Nicht immer sind die kräftigen Kühe leicht zu bändigen. Bilder: Ulrike HuberNicht immer sind die kräftigen Kühe leicht zu bändigen. Bilder: Ulrike Huber
Nicht immer sind die kräftigen Kühe leicht zu bändigen. Bilder: Ulrike HuberNicht immer sind die kräftigen Kühe leicht zu bändigen. Bilder: Ulrike Huber
2 Bilder

Ein Fest wie frühe Weihnachten

Die rund zweitausend Besucher der Oberegger Viehschau wurden schon von weitem mit dem lauten Muhen aus etwa 390 Rinder- und Kuhkehlen empfangen. Dazu hörte man immer wieder ein «Rugguserli» und «Zäuerli» – die Appenzeller Form des Naturjodels – sowie die Klänge der Stegreifgruppe Oberegg und des Alphornquartetts Wies, die die Bewertung im Ring musikalisch umrahmten.

Schon am frühen Vormittag war die grosse Auffahrt. Die Bauern der Viehzuchtgenossenschaft Oberegg-Reute zogen mit ihren festlich geschmückten Tieren von der Hauptstrasse in Richtung Bärenplatz. Die Landwirte und ihre Begleiterinnen präsentierten sich dabei in ihren traditionellen Trachten.

Viehschau ist etwas sehr Spezielles

«Für unsere Bauern ist die Viehschau wie frühe Weihnachten», erzählt Andreas Nef aus Lachen. Soeben hatte er noch seinem Bruder Ruedi geholfen, die prachtvollen Milchkühe aus dessen Stall im Ring zu präsentieren. «Die Viehschau ist etwas sehr Spezielles, das die Bauern mit Stolz erfüllt. Noch spezieller ist natürlich das Gefühl, wenn ein eigenes Tier einen ersten Platz ergattert.

Das ist vermutlich auch der Grund dafür, dass alle Landwirte noch mit grossem Aufwand mitmachen, denn vom Finanziellen her ist die Viehschau sicher nicht mehr nötig.» Ge­rade die Viehschau Oberegg mit ihren vielen Besuchern – dieses Jahr fanden an die zweitausend Neugierige den Weg zur Viehschau, es sei eine sehr gut organisierte, ausgezeichnete Veranstaltung, so Andreas Nef weiter.

Die vielen Besucher drängten sich nicht nur um den Bewertungsring, sondern schlenderten auch über die grosse Festwiese, wo die vielen Paar­hufer Ohr an Ohr und Horn an Horn geduldig wiederkäuend das Geschehen beobachteten. Auf dem Presta-Platz warteten Kinderattraktionen und ein Bauernmarkt. Das zentrale Thema der Viehschau ist aber alljährlich die Bewertung des Milchviehs in den einzelnen Kategorien wie Leistung und Schönheit.

Wo sonst darf der in bäuerlichen Dingen wenig erfahrene Besucher aus dem Rheintal vom Platzsprecher Sätze hören wie «Und jetzt noch einen grossen Applaus für diese vier wunderschönen Euter»?

Präsentation der Leistungskühe

Interessant für Fachleute und Zaungäste war vor allem die Präsentation der Leistungskühe. Prächtige Tiere, die in ihrem Leben schon mehr als 80000, ja sogar bis zu 115800 kg Milch gegeben haben. Wie Orlanda von Landwirt Andreas Eugster, die bereits 13 Laktationen aufzu­weisen hat, deren Milch den hervorragenden Eiweissgehalt von 3,9% aufweist und deren Nachkommen zum Teil auch schon riesige Lebensleistungen aufweisen. Entsprechend ihrer Produktion hat Orlanda auch schon dreimal die Dauerleistungsfachauszeichnung erhalten.

Was allgemein im Bewertungsring aufgefallen ist: Es gibt wieder mehr und mehr Tiere, die stolz ihre Hörner tragen dürfen und damit wieder ausschauen wie eine richtige Kuh früher ausgeschaut hat.

Hinweis

Mehr Bilder auf rheintaler.ch unter Bilderstrecken.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.