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Ein Dorfzentrum ist entstanden

Am Samstagnachmittag konnte der neue Eichenwieser Gemeindesaal eingeweiht und gesegnet werden. Das Dorf hat damit ein schmuckes Zentrum erhalten.
Max Pflüger
Kirchenverwaltungsratspräsident Daniel Kühnis brachte ein Holzkreuz als christlichen Schmuck für den Gemeindesaal mit. (Bild: Max Pflüger)

Kirchenverwaltungsratspräsident Daniel Kühnis brachte ein Holzkreuz als christlichen Schmuck für den Gemeindesaal mit. (Bild: Max Pflüger)

Musikalisch umrahmt von der Musikgesellschaft Montlingen-Eichenwies unter der Leitung von Silvio Söldi durfte am Wochenende die Ortsgemeinde Eichenwies ihren neuen Saalbau feiern. Pastoralassistent Donat Haltiner und der evangelische Pfarrer von Eichberg-Oberriet, Martin Böhringer, segneten das Gebäude in einer kleinen ökumenischen Feier. Noch ist die Fassade nicht ganz fertig, doch der Festfreude der Eichenwieser tat dies keinen Abbruch.

In kurzen Ansprachen blickten Romeo Gächter, Präsident der Ortsgemeinde Eichenwies, Rolf Huber, Gemeindepräsident Oberriet, Daniel Kühnis, Kirchenverwaltungsratspräsident Montlingen-Eichenwies, und Nick Graber, Architekt, 4D-Holzarchitektur GmbH, Oberriet, auf die Entstehungsgeschichte des Ortsgemeinde-Saalbaus zurück und würdigten diesen als bedeutende Aufwertung des Eichenwieser Dorfkerns.

Transparenz im Dorfzentrum

Es sei eine der grössten Freuden für ein Dorf, wenn ein Saalbau eingeweiht werden könne, sagte Rolf Huber. Der neue Bau stehe nach einem längeren Auswahlverfahren am richtigen Ort, bestätigte auch Romeo Gächter. Eichenwies hat damit mit der Einheit von Schule, Kirche und Gemeindesaal ein richtiges Zentrum. Diesem Gedanken wollte auch der Architekt entsprechen. Und hier soll Transparenz herrschen. Mit der grossen Fensterfront und der aus dem Raum herausgezogenen Bodenbedeckung dokumentiert Nik Graber dies: Das Haus ist nicht in sich geschlossen, es steht offen auf dem Platz.

Und es soll einladend sein, einladend für alle, war der Kern der Gedanken von Pastoralassistent Donat Haltiner: Dieses Haus soll für Frieden und Feiern stehen. Alle sollen herkommen dürfen, Arm und Reich, Schweizer und Ausländer, politisch Linke und Rechte, Christen beider Konfessionen, Moslems und Hindus. Und aus dem 1. Brief des Petrus zitierte er: «Seid alle eines Sinnes, voller Mitgefühl, liebt einander, übt Barmherzigkeit, seid demütig! Vergeltet nicht Böses mit Bösem, nicht üble Nachrede mit übler Nachrede!»

Dass diesem Gedanken bereits bei der Realisierung des Baus nachgelebt wurde, bestätigten Romeo Gächter, Rolf Huber und Daniel Kühnis. Die Ortsgemeinde, die politische Gemeinde, die Kirchgemeinde, alle haben am gleichen Strick gezogen und den Ortsgemeinde-Saal als Gemeinschaftswerk erstellt.

Noch ist die Fassade nicht ganz fertig

Wegen einer Fehllieferung mussten die Fassadenplatten noch einmal hergestellt werden. Und diese sind zu spät eingetroffen, trotz enormen Aufwands konnten die Arbeiten nicht termingerecht abgeschlossen werden. Dennoch freuten sich alle am neuen Haus. Irgendwie symbolträchtig, meinte Donat Haltiner, denn es komme ja nicht auf die Fassade an, sondern auf den Geist und das Leben im Gebäude. Und dem sollte jetzt eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Gemeindeabende, Hochzeiten, Traueressen, Seminare, kulturelle Veranstaltungen; das Haus ist bereit, das Leben ist am Samstag eingezogen.

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