Ein «Cheer» für die Schweiz

Die Cheerleader des FCSG nahmen als Team für die Schweiz an der Weltmeisterschaft in Orlando, Florida (USA), teil. Das Ergebnis von Rang acht spornt die St. Galler Sportlerinnen an.

Tanja von Arx
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Die Cheerleader des FCSG in Orlando, Florida, beim Cheer, dem Anfeuerungsruf an das Publikum. (Bild: pd)

Die Cheerleader des FCSG in Orlando, Florida, beim Cheer, dem Anfeuerungsruf an das Publikum. (Bild: pd)

Die Cheerleader des FCSG erreichten an den International Cheer Union (ICU) World Cheerleading Championships den achten Gesamtrang. Die diesjährigen Schweizer Meister nahmen am 24. und 25. April als Frauengruppe in der Kategorie «All Girl Elite» teil. Sie haben nicht nur technisch gelernt, sondern sind vor allem motiviert für die nächste Teilnahme.

Bedeutende Leistung

Marion Gämperli, Trainerin, und Claudia Bartolini, Vorstandsmitglied des Vereins FCSG Cheerleading, sind zufrieden. Positiv heben beide den Spass an der Sache hervor und den Teamgeist. Eine kleine Kritik liegt auf zwei bis drei Fehlern während des Auftritts, die aus Nervosität entstanden seien.

Gämperli stellte ein Team aus den Gruppen Green Lightning und Green Sparkle zusammen. Zum Wettkampf in den USA trafen sich amtierende Meister oder Auswahlteams der Länder. Teilgenommen haben sie in verschiedenen Kategorien. Der erste Rang ging an das Team USA in der Kategorie «All Girl Premier».

Kein Konkurrenzdenken

Was die Schweiz geleistet hat, zeigt Bartolini mit Blick auf die national unterschiedlichen Rahmenbedingungen. Cheerleading werde in den USA in Schulen gefördert. In der Schweiz sei der Sport ein Hobby. «Wir haben ein Level an Leistung erreicht, das so in der Schweiz noch nicht da gewesen ist.» Von Konkurrenzdenken unter den Teams ist aber keine Rede. «Jeder hilft jedem – es gibt Events zur kulturellen Förderung, man bringt Geschenke mit, man erteilt Ratschläge.»

Eine internationale Jury bewertete für jedes Land eine Choreographie von zweieinhalb Minuten. Kriterien bildeten die Schwierigkeit der Elemente und die Sauberkeit der Ausführung. Die Choreos bestehen aus den Kategorien Stunts (Hebefiguren zu zweit oder in Gruppen), Pyramiden (verbundene Stunts, eine Ebene oder mehrstöckig), Baskets (vier Personen werfen eine Cheerleaderin in die Luft), Bodenturnen, Jumps (Sprünge meist in der Gruppe) und Tanz. Ergänzend zeigen die Teams einen Cheer, einen Anfeuerungsruf an das Publikum. Die Teilnahme sporne an, sich zu verbessern: «Wir wollen noch früher anfangen und noch mehr trainieren – und auf den Erfahrungen aufbauen», sagt Gämperli. Sie seien nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.

Bleibt nach dem Auftritt Zeit zum Verschnaufen? «Nicht wirklich», meint Bartolini. Kaum zurück bereiteten sich die Cheerleader auf die Schweizer Meisterschaft vom 24. Mai vor.

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