Ein Beitrag zur Dorfgesundheit

KRIESSERN. Der Unterstützungsverein hat auch letztes Jahr viel Fitness geboten. Nach der HV informierte Dr. Ignaz Hutter ausserdem über die Vorteile einer Patientenverfügung.

Waltraud Kobler
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Die Versammlungsteilnehmer verfolgten aufmerksam den Vortrag von Ignaz Hutter zu den Vorteilen einer Patientenverfügung. (Bild: Waltraud Kobler)

Die Versammlungsteilnehmer verfolgten aufmerksam den Vortrag von Ignaz Hutter zu den Vorteilen einer Patientenverfügung. (Bild: Waltraud Kobler)

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung des Unterstützungsvereins stand ein Referat von Ignaz Hutter über Sinn und Zweck einer Patientenverfügung. Dass dieses Thema für jedermann interessant ist, zeigte die grosse Besucherschar – es mussten sogar noch zusätzliche Sitzgelegenheiten herbeigeschafft werden. Präsidentin Marianne Sieber führte zügig durch den geschäftlichen Teil. Protokoll und Jahresrechnung 2012 wurden einstimmig genehmigt.

Zu den Fitnessaktivitäten des Vereins (Velotouren, Wanderungen, Walkingtreffs, Seniorenturnstunden usw.) bemerkte die Präsidentin: «Mit unseren Angeboten wollen wir zur Gesundheit unseres Dorfes beitragen.»

Engagierte Vorstandsmitglieder

Ein grosses Dankeschön galt sämtlichen Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz. Speziell erwähnte Marianne Sieber die Referate von Ignaz Hutter. Diese hätten während der letzten 20 Jahre bestimmt viele zur Teilnahme an der Hauptversammlung bewegt. Kassier Xaver Hutter ist bereits seit 35 Jahren für die finanziellen Belange verantwortlich. Und die Präsidentin selber führt den Unterstützungsverein bereits seit 25 Jahren. Dieses Engagement verdankten die Besucher mit Applaus.

Ignaz Hutter erklärte, dass er für diesen Abend das Thema «Patientenverfügung» gewählt habe, weil diesbezüglich ein neues Gesetz eingeführt worden ist. Die Grundlage dazu ist im Zivilgesetzbuch mit dem Erwachsenenschutzrecht, Selbstbestimmungsrecht sowie mit dem Kindesrecht verankert. In diesem Sinne erklärte er Kriterien zur Urteils-, Erkenntnis- und Wertungsfähigkeit sowie zur Willensbildung und zur Willenskraft.

Vorausdenken

Eine Patientenverfügung motiviere zum Auseinandersetzen mit allfälligen schwierigen Lebenssituationen und lade zu einem Gespräch mit den Angehörigen oder mit einem Arzt ein. Sowohl für die Angehörigen als auch für ein Behandlungsteam könne eine solche Verfügung eine Hilfe sein. Alle Beteiligten würden entlastet, denn man wisse, dass der Patient seinen Willen bekundet hat, als es ihm noch gesundheitlich gut ging. Abschliessend empfahl Ignaz Hutter, die Patientenverfügung alle zwei Jahre zu überprüfen und bei Bedarf zu erneuern.

Nach dem Referat genoss man die Gemütlichkeit und den Austausch über das aktuelle Thema.

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