Ein akrobatisches Abenteuer: Der STV Oberreit-Eichenwies geht auf eine Zeitreise

Der STV Oberriet-Eichenwies servierte dem Publikum am Wochenende nicht nur Pommes, sondern ein Unterhaltungsprogramm frisch aus dem Mittelalter.

Jana Kehl
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Die Liebe zum Sport verbindet auch unter der Herrschaft des «viesen Vogtes».

Die Liebe zum Sport verbindet auch unter der Herrschaft des «viesen Vogtes».

Bild: Jana Kehl

Leider ist dies nicht der erste Bericht über die Revolution der tapferen Oberrieter gegen den «viesen Vogt Verdinand» – die «Rheintaler Vogtzeitung» war bereits einen Schritt voraus. Es lohnt sich dennoch, noch einmal auf die Turnerunterhaltung des STV Oberriet-Eichenwies vom Wochenende zurückzublicken.

Der Verein servierte seinem Publikum nämlich nicht nur Pommes frites, Zack-Zack, und «Vogtacola», sondern zudem ein akrobatisches Unterhaltungsprogramm frisch aus dem Mittelalter.

Das Oberrieter Volk war zu jener Zeit der Herrschaft des «viesen Vogtes» alias Damian Loher unterworfen und zu zäher Fronarbeit verdonnert. Mit der immer härter werdenden Arbeit beim Ausgraben eines «künstlichen Sees in Kriessern» fing es jedoch an, im Volk zu brodeln. Nachdem die Helden eine Vielzahl an Herausforderungen auf sich genommen hatten, konnten sie sich schliesslich erfolgreich von ihrem Herrscher befreien.

Fantasievoll und mit Liebe zum Detail

Neben dem unterhaltsamen Schauspiel wurden die Zuschauerinnen und Zuschauer auch sportlich in den Bann des Mittelalters gezogen. Ob auf dem Rhönrad, der Tanzfläche oder auf dem Trampolin – die turnbegeisterten Oberrieter bewiesen, dass ihre Knochen durch die coronabedingte Unterhaltungspause noch eingerostet waren. Fantasievoll und mit Liebe zum Detail waren die Kostüme passend zum Motto angefertigt. Als Bauern, Skelette oder Reiter präsentierte sich Gross und Klein stolz vor ihrem Publikum.

«Wir sind der erste Verein, der in der Mehrzweckhalle Burgwies ihre Turnerunterhaltung durchführt», sagte Vereinspräsident André Gamper und warnte vor technischen Pannen. Die Turnshow liess jedoch keine Wünsche offen und wenn etwas nicht so ganz funktionierte, wurde dies durch hervorragende Improvisation wettgemacht.

Auch wenn die Coronaimpfung vor 500 Jahren noch nicht erfunden war, beeindruckte die Produktvielfalt der Vergangenheit. Digitale Unterhaltung wie «Fifty Shades of Vogt» und «Games of Vogt» existierte bereits. All jenen, die von der Akrobatik oder vom Sitzen Rückenschmerzen bekamen, empfahl es sich, «Vogtaren» aus der «Vogtapotheke» zu besorgen.

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