Ein Abend voller Grosszügigkeit

WIDNAU. Über 200 Gäste feierten am Freitagabend mit dem Gastgeberpaar Ruth und Martin Frei-Kobler das Martinimahl. Die Auktion ergab einen Erlös von über 50 000 Franken – zusätzliche grosszügige Spenden nicht eingerechnet.

Rösli Zeller
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Auktionator Werner Rütimann verstand es einmal mehr, die Gaben zu Höchstpreisen zu versteigern. (Bild: Rösli Zeller)

Auktionator Werner Rütimann verstand es einmal mehr, die Gaben zu Höchstpreisen zu versteigern. (Bild: Rösli Zeller)

Der Widebaumsaal im Hotel Metropol war festlich geschmückt. Rote Kerzen leuchteten an jedem Platz. Beim Willkommenstrunk füllte sich die Bühne mit Geschenken. Doch nicht die Gastgeber waren die Empfänger – sämtliche Gaben wurden für die Auktion verwendet. Ziel des Martinimahls ist nach wie vor, Geld für den Schweizer Bauorden zu sammeln.

Es begann im Kleinen

Martin Frei blickte am Anfang des Abends zwanzig Jahre zurück. Im «Hecht» herrschte damals am Namenstag des Gastgebers eine gute Stimmung, und dies veranlasste die Jasser zu einer Versteigerung zugunsten der Ärmsten. Schnell stand fest, dass dieser Anlass beibehalten werden sollte. Mit den Jahren wuchs nicht nur der Freundeskreis, sondern auch der Erlös. Der «Hecht» war längst zu klein geworden. Gut 100 000 Franken kamen letztes Jahr am Martinimahl zusammen.

Mit dem diesjährigen Erlös sollen Projekte in Nigeria und Angola unterstützt werden. Rita Reich stellte das Projekt in Angola vor, das 2012 erstmals unterstützt wurde. Eine Schule in Westafrika konnte damit gebaut werden. Nun soll ein Internat für weit entfernt wohnende Kinder und Erwachsene (Analphabeten) erstellt werden. Das Ziel ist, sich mit mindestens 50 000 bis 60 000 Franken daran zu beteiligen.

Ein Film mit dem Thema «Hab und Gut aus aller Welt», ein Projekt von Ruth Gschwend, Magdalena Rohrer und Franziska Mattle, gab Einblick in die unterschiedlichsten Lebensgrundlagen hier und in fernen Ländern.

Ärzteclub spendet 10 000 Franken

Nach den Informationen und einem Festmahl war die Spendenfreude gross. Auktionator Werner Rütimann verstand es einmal mehr, Dutzende Geschenke an den Mann oder die Frau zu bringen.

Bereits am Donnerstagabend stand für die Organisatoren fest, dass das Martinimahl wieder ein Grosserfolg werden würde. An der GV des Ärzteclubs «Gesundes Rheintal» wurden 10 000 Franken für die Projekte des Schweizer Bauordens gespendet.

Martin Frei konnte nach der Auktion einen Ertrag von 50 100 Franken bekannt geben. Hinzu kommt neben der Spende des Ärzteclubs ein weiterer bereits zu Beginn des Abends eingetroffener Beitrag von 14 000 Franken.

Zahlreiche Spenden wurden im Laufe des Abends noch abgegeben, so dass das definitive Ergebnis noch nicht bekannt ist.