Eigene Sensibilität schärfen

Jürgen Kaesler, Pfarreibeauftragter in Rüthi, schloss im Mai den Zertifikatslehrgang Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral erfolgreich ab.

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Acht kirchliche Seelsorgerinnen und Seelsorger bildeten sich in der Beratung von Paaren und Familien weiter. Unter ihnen Jürgen Kaesler (Pfarreibeauftragter in Rüthi, Mitte). (Bild: pd)

Acht kirchliche Seelsorgerinnen und Seelsorger bildeten sich in der Beratung von Paaren und Familien weiter. Unter ihnen Jürgen Kaesler (Pfarreibeauftragter in Rüthi, Mitte). (Bild: pd)

RÜTHI/BOLDERN. Zu den Aufgaben eines Seelsorgers gehört die Beratung von Paaren und Familien. Jürgen Kaesler, Pfarreibeauftragter in Rüthi, absolvierte in den vergangenen zwei Jahren eine Weiterbildung in der Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral. Diesen Lehrgang schloss er nun mit sieben weiteren Absolventen und einem Zertifikat ab. Die Erwartungen an das Gelingen einer Ehe und Partnerschaft sind sehr hoch. Oft werden der Sinn des Lebens und das persönliche Glück an das Gelingen geknüpft. Für diese Art Beratung bedarf es einer besonderen pastoralen Sensibilität und Kompetenz, sie werden in diesem Kurs geschärft. Theologen und Religionspädagogen, mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung als Seelsorgende, erweitern in diesem Lehrgang ihr Fachwissen und erlernen Instrumente für eine professionelle pastorale Begleitung der Ratsuchenden.

Inhaltlich setzten sich die Teilnehmenden mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander. Sie schauten an, wie sie ihre Herkunftsfamilie prägte, sie heute leben und ihren Beruf gestalten. Weiter behandelten sie theologische und spirituelle Aspekte von Liebe, Partnerschaft und Ehe. Wie Eltern mit Kindern die Religion neu entdecken können wurde ebenso erläutert wie Grenzen, Krisen, Brüche, Trauer und Neubeginn.

Die Weiterbildung umfasst sechs Module (19,5 Kurstage) und erstreckt sich über zwei Jahre. Bei der Abschlussfeier Ende Mai in Boldern erhielten acht Personen das Zertifikat: Gudrun Dötsch, Rita Hagenbach, Carole Imboden, Monika Iten, Jürgen Kaesler, Ruth Lydia Koch, Sabine Leutenegger und Helga Styger.

Der Lehrgang wurde vom Institut für kirchliche Weiterbildung Ifok in Kooperation mit der Fachstelle Partnerschaft – Ehe – Familie im Bistum St. Gallen durchgeführt und ist von der Theologischen Fakultät der Universität Luzern anerkannt. (vdl)